Nathaniel Brown gehört zu den großen Gewinnern der vergangenen Bundesliga-Saison. Der Linksverteidiger überzeugte trotz einer enttäuschenden Spielzeit von Eintracht Frankfurt mit starken Leistungen – und spielte sich damit nicht nur in den WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft, sondern offenbar auch auf den Wunschzettel des FC Bayern.
Jetzt hat sich der 22-Jährige erstmals selbst zu den Gerüchten um den deutschen Rekordmeister geäußert. „Ich lese das natürlich auch, aber ich will mich jetzt auf die WM fokussieren. Was danach kommt, schaue ich dann“, erklärte Brown im Gespräch mit der Abendzeitung München. Der Defensivspieler machte gleichzeitig deutlich: „Jetzt ist mein voller Fokus auf der WM.“
Ein klares Dementi klingt jedenfalls anders.
Trotz der Spekulationen betonte der gebürtige Amberger, dass er sich bei Eintracht Frankfurt weiterhin sehr wohlfühlt. Sein Vertrag bei der SGE läuft noch bis 2030. „Ich fühle mich superwohl, auch in der Stadt, ich habe da Freunde“, erklärte Brown. In Frankfurt sei er „richtig angekommen“, zudem mache ihm die aktuelle Situation „echt Spaß“.
Sportlich entwickelte sich Brown in den vergangenen Monaten zu einem der absoluten Leistungsträger der Hessen. In 33 Bundesliga-Spielen gelangen ihm vier Tore und vier Vorlagen. Auch in der Champions League machte der Außenverteidiger mit starken Auftritten auf sich aufmerksam.
Wird Brown zum Davies-Nachfolger?

Wie konkret das Interesse des FC Bayern tatsächlich ist, bleibt bislang offen. Klar ist jedoch: Die Münchner beobachten den Markt auf der linken Abwehrseite intensiv.
Vor allem die Zukunft von Alphonso Davies sorgt weiterhin für Diskussionen. Sollte der Kanadier den Verein verlassen, könnte Brown ein heißer Kandidat werden.
Laut AZ soll Frankfurt allerdings mindestens 60 Millionen Euro fordern – selbst für den FC Bayern eine enorme Summe.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt Brown zuletzt durch Bundestrainer Julian Nagelsmann. Der Nationalcoach soll ein großer Fan der dynamischen Spielweise des Frankfurters sein.
Der Youngster selbst zeigt sich flexibel: „Mir ist eigentlich egal, wo ich spiele, ob links oder rechts, ich will spielen – egal wo!“
Am liebsten agiert Brown allerdings weiterhin auf der linken Seite – genau dort, wo der FC Bayern perspektivisch möglicherweise Bedarf bekommen könnte.

