Joshua Kimmich ist nicht nur bei der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch beim FC Bayern ein Führungsspieler. In diese Rolle musste er hineinwachsen. Jetzt gab er interessante Details über seinen eigenen Führungsstil bekannt und erklärte, was er gelernt hat.
Die Entwicklung des Spielers in den letzten Jahren verlief durchaus beeindruckend. Kimmich wurde immer wichtiger, sowohl beim Rekordmeister als auch beim DFB. Er ist ein Lautsprecher, jemand, der permanent versucht, voranzugehen.
Im Gespräch mit Sports Illustrated gab der Spieler nun Einblicke in seinen Lernprozess und wie er sich selbst als Führungsspieler sieht.
Kimmich: “Viele Situationen selbst durchlebt”
“Vieles hängt davon ab, wie man mit den unterschiedlichen Charakteren umgeht. Du kannst einem Spieler das Gefühl geben, dass er wichtig ist, dass er der Mannschaft helfen kann. Jeder Fußballer ist ein Stück weit sensibel, und es hilft, wenn man sich untereinander gut kennt. Nur dann weißt du, auf welchen Spieler du wie zugehen musst”, so Kimmich, der beim FC Bayern im Mittelfeld spielt und bei Julian Nagelsmann jetzt rechts hinten eingeplant ist.
Sein eigener Erfahrungsschatz ist für den Nationalspieler von immenser Bedeutung, wie er selbst verriet: “Mit 20 habe ich die Bedeutung dessen noch nicht überrissen – damals hätte ich auch nicht zu einem 27-Jährigen gehen und Ansagen machen können. Mittlerweile habe ich viele Situationen selbst durchlebt und kann den einen oder anderen Ratschlag geben. Was nicht immer heißt, dass der andere diesen annehmen muss.“
Reifeprozess hat bei Kimmich stattgefunden

Es gab auch einen ganz eigenen Reifeprozess, der für Kimmich viele Erkenntnisse mit sich brachte. Das versucht er nun nach eigener Aussage im Umgang mit seinen Mitspielern zu beherzigen.
„Ich fordere viel ein, versuche aber, das, was ich einfordere, auch selbst vorzuleben. Ich habe mittlerweile verstanden und akzeptiert, dass man nicht von jedem dasselbe verlangen kann. Das ist auch nicht der Weg, um aus jedem das Maximum herauszuholen”, so der Bayern-Star.

