Der FC Bayern ist in diesem Sommer auf der Suche nach einem Backup für Harry Kane. Mit Robert Lewandowski wurde jetzt ein alter Bekannter bei den Münchnern ins Spiel gebracht.
Der FC Bayern sucht in diesem Sommer weiter nach einem geeigneten Backup für Harry Kane. Der englische Nationalstürmer ist im Angriffszentrum der Münchner gesetzt, doch hinter dem 32-Jährigen fehlt dem Rekordmeister weiterhin eine verlässliche Alternative auf Topniveau.
Nun wurde ausgerechnet ein alter Bekannter an der Säbener Straße ins Spiel gebracht: Robert Lewandowski. Der frühere Bayern-Torjäger steht beim FC Barcelona vor einer ungewissen Zukunft. Sein Vertrag bei den Katalanen läuft zum 30. Juni aus, eine Verlängerung ist vom Tisch.
Wie BILD-Urgestein Walter M. Straten ins Spiel gebracht hat, könnte Lewandowski theoretisch eine Option für den FC Bayern sein. Demnach wäre der 37-Jährige ein qualitativ hochwertiger Backup für Kane und könnte dem Kader von Vincent Kompany zusätzliche Erfahrung und Torgefahr verleihen.
Auf dem Papier klingt die Idee durchaus reizvoll. Lewandowski kennt den Verein, die Bundesliga und den Druck beim FC Bayern wie kaum ein anderer. Zudem ist der polnische Nationalstürmer trotz seines fortgeschrittenen Fußballeralters weiterhin topfit.
Setzt sich Lewandowski auf die Bayern-Bank?
Die entscheidende Frage ist allerdings, ob Lewandowski überhaupt bereit wäre, sich in München hinter Kane einzuordnen. Beim FC Barcelona war der Angreifer nämlich bis zuletzt nicht etwa Ergänzungsspieler, sondern absoluter Stammspieler.
Auch mit 37 Jahren zählt Lewandowski weiterhin zu den Stürmern, die sich über Einsatzzeiten und Tore definieren. Eine Rolle als reiner Backup dürfte deshalb kaum zu seinen sportlichen Vorstellungen passen. Für den FC Bayern wäre es zwar eine Luxuslösung, für Lewandowski selbst aber womöglich ein Schritt zurück.
Hinzu kommt: Kane ist im Münchner Angriff unangefochten. Solange der Engländer fit ist, wird er unter Vincent Kompany gesetzt sein. Ein echter Konkurrenzkampf um den Platz im Sturmzentrum wäre für Lewandowski daher nur schwer realistisch.
Genau deshalb wirkt eine Rückkehr an die Isar aktuell eher unwahrscheinlich. Zwar würden die Bayern einen Spieler seiner Klasse zu angemessenen Konditionen wohl kaum grundsätzlich ablehnen. Die sportliche Rolle müsste für alle Seiten aber klar definiert sein.
MLS, Saudi-Arabien und Italien locken
Deutlich wahrscheinlicher erscheint derzeit ein Wechsel zu einem Klub, bei dem Lewandowski weiterhin als Stürmer Nummer eins eingeplant ist. Interesse gibt es dem Vernehmen nach bereits aus der US-amerikanischen MLS und aus Saudi-Arabien.
Auch aus Italien soll es Klubs geben, die sich mit dem Routinier beschäftigen. Für Lewandowski könnten diese Optionen sportlich und finanziell attraktiver sein als ein Comeback beim FC Bayern mit ungewisser Einsatzzeit.
Aus Münchner Sicht bleibt die Suche nach einem Kane-Backup damit weiter spannend. Der Rekordmeister braucht einen Angreifer, der sofort helfen kann, gleichzeitig aber akzeptiert, dass an Kane kein Weg vorbeiführt.
Lewandowski würde diese Qualitätsfrage zweifellos lösen. Die Rollenfrage aber bleibt der Knackpunkt. Stand jetzt spricht vieles dafür, dass die Bayern-Rückkehr des ehemaligen Weltfußballers eher ein Gedankenspiel bleibt.

