Der FC Bayern wird Kennet Eichhorn offenbar nicht verpflichten. Nach intensiver Prüfung der Personalie haben die Münchner wohl eine klare Entscheidung getroffen.
Der Transferpoker um Kennet Eichhorn hat für den FC Bayern offenbar ein überraschendes Ende gefunden. Nach Informationen von SPORT1 haben sich die Münchner dazu entschieden, von einer Verpflichtung des Hertha-Talents Abstand zu nehmen.
Demnach ist der deutsche Rekordmeister aus dem Werben um den 16 Jahre alten Mittelfeldspieler ausgestiegen.
Die Entscheidung fiel laut dem Bericht nach einer intensiven Analyse der Personalie. Dabei sollen die Bayern-Verantwortlichen sowohl die sportlichen als auch die finanziellen Aspekte eines möglichen Transfers genau geprüft haben.
Vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollen letztlich nicht den Vorstellungen der Münchner entsprochen haben.
Nicht nur finanzielle Gründe ausschlaggebend
Interessant dabei: Laut SPORT1 spielten nicht ausschließlich finanzielle Faktoren eine Rolle.
Demnach sollen intern auch sportliche Zweifel an Eichhorn aufgekommen sein. Der U-Nationalspieler gilt zwar als eines der größten deutschen Talente seines Jahrgangs, offenbar sehen die Bayern in seiner Entwicklung jedoch nicht ausreichend Argumente für einen Transfer zu den aktuell diskutierten Konditionen.
In den vergangenen Monaten war Eichhorn immer wieder mit europäischen Topklubs in Verbindung gebracht worden. Auch der FC Bayern galt lange als ernsthafter Interessent.
Besonders Sportvorstand Max Eberl hatte sich laut SPORT1 intensiv mit dem Hertha-Juwel beschäftigt und galt intern als Befürworter eines möglichen Transfers.
Die nun getroffene Entscheidung soll Eberl allerdings mittragen.
Hohe Forderungen schrecken Interessenten ab
Bereits zuletzt waren Berichte aufgetaucht, wonach auch Borussia Dortmund seine Bemühungen deutlich reduziert haben soll.
Nach Informationen der Sport BILD fordert das Umfeld des Spielers ein Handgeld von rund zehn Millionen Euro. Hinzu kommt eine Ausstiegsklausel, die für Champions-League-Teilnehmer bei etwa neun Millionen Euro liegen soll.

Diese finanziellen Dimensionen sollen sowohl beim FC Bayern als auch beim BVB für erhebliche Zweifel gesorgt haben.
Für die Münchner könnte der Verzicht auf Eichhorn nun auch Auswirkungen auf die interne Kaderplanung haben. Spieler wie Tom Bischof oder Noel Aseko, der zuletzt an Hannover 96 ausgeliehen war, dürfen sich dadurch zusätzliche Hoffnungen auf Einsatzzeiten im zentralen Mittelfeld machen.

