Manuel Neuer wird auch das letzte Testspiel der deutschen Nationalmannschaft vor der Weltmeisterschaft verpassen. Der Kapitän des FC Bayern steht beim Duell mit Gastgeber USA nicht im Kader, soll jedoch rechtzeitig zum WM-Auftakt wieder zur Verfügung stehen.
Die deutsche Nationalmannschaft muss bei ihrer Generalprobe vor der WM am Samstagabend in Chicago erneut auf Manuel Neuer verzichten. Der 40-Jährige befindet sich weiterhin im Aufbau nach seiner Wadenverletzung und wird gegen die USA nicht zwischen den Pfosten stehen.
Beim Abschlusstraining im Soldier Field war bereits erkennbar, dass der Bayern-Keeper noch nicht vollständig ins Mannschaftstraining integriert ist. Während Oliver Baumann, Alexander Nübel und Jonas Urbig die regulären Torhüterübungen absolvierten, arbeitete Neuer zeitversetzt individuell an seiner Fitness.
Nagelsmann will kein Risiko eingehen
Bundestrainer Julian Nagelsmann machte deutlich, dass die Entscheidung bewusst getroffen wurde. Der Fokus liege nicht auf dem Testspiel gegen die USA, sondern auf dem WM-Auftakt.
„Ihm geht es gut. Er ist auf dem Weg zu einer besseren Fitness, trotzdem möchten wir kein Risiko eingehen. Die Wade hat ein paar Vorverletzungen. Wir schauen in Richtung erstes Gruppenspiel. Da soll er fit sein“, erklärte der Bundestrainer.
Demnach soll Neuer bereits in der kommenden Woche wieder vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen. Trotz der anhaltenden Pause zeigt sich Nagelsmann völlig entspannt. Der Bundestrainer verweist vor allem auf die enorme Erfahrung des Weltmeisters von 2014.

„Wenn ich jetzt einen Torwart hätte, der 22 Jahre alt wäre, hätte ich ein größeres Problem. Aber Manuel hat Erfahrung und braucht nicht so viel Zeit, um wieder in den Spielrhythmus zu kommen. Zudem kommt er mit Drucksituationen klar“, betonte Nagelsmann.
Die Verantwortlichen beim DFB sehen daher aktuell keinen Anlass zur Sorge. Vielmehr möchte man verhindern, dass die Wade durch einen verfrühten Einsatz erneut Probleme bereitet.
Baumann erhält die nächste Chance
Gegen die USA dürfte erneut Oliver Baumann das deutsche Tor hüten. Der Hoffenheimer hatte bereits beim 4:0-Erfolg gegen Finnland überzeugt und genießt weiterhin das Vertrauen des Trainerteams.
Für Neuer bleibt das klare Ziel unverändert: Beim WM-Auftakt soll die Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft wieder zwischen den Pfosten stehen. Nach aktuellem Stand spricht weiterhin vieles dafür, dass dieser Plan aufgeht.

