Die Sorgen um Lennart Karl werden immer größer. Nach seiner Verletzung im Abschlusstraining der deutschen Nationalmannschaft verdichten sich die Anzeichen, dass der Bayern-Youngster die bevorstehende Weltmeisterschaft verpassen könnte. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich besorgt, während der DFB bereits die Nachnominierung eines Ersatzspielers vorbereitet.
Eigentlich sollte Lennart Karl einer der spannendsten deutschen Spieler bei der anstehenden Weltmeisterschaft werden. Nun droht dem 18-Jährigen ausgerechnet kurz vor dem Turnier der große Traum zu platzen.
Beim Abschlusstraining vor dem letzten WM-Test gegen die USA zog sich der Offensivspieler eine Verletzung zu und musste die Einheit vorzeitig abbrechen. Die ersten Reaktionen aus dem DFB-Lager lassen wenig Raum für Optimismus.
„Das sah ehrlich gesagt nicht so gut aus“, erklärte Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Freitag. Der Bayern-Profi wurde anschließend zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Dort soll mittels MRT die genaue Diagnose ermittelt werden.
„Er fährt jetzt ins Krankenhaus, da wird ein Bild gemacht. Wir müssen erst mal die Situation verarbeiten, er auch. Dafür brauchen wir eine Diagnose. Dann schauen wir, ob wir einen nachnominieren“, sagte Nagelsmann.
Ouedraogo könnte Karl ersetzen

Wie Sky berichtet, hat Nagelsmann bereits auf die mögliche Hiobsbotschaft reagiert. Demnach wird Assan Ouedraogo für den verletzten Karl nachnominiert. Nagelsmann soll den Leipziger bereits persönlich über die Entscheidung informiert haben.
Offiziell steht die endgültige Diagnose zwar noch aus, dennoch deutet vieles darauf hin, dass Karl die Weltmeisterschaft verpassen könnte. Laut FIFA-Reglement darf Deutschland verletzte Feldspieler noch bis einen Tag vor dem WM-Auftakt gegen Curacao am 14. Juni ersetzen.
Dass der DFB bereits konkrete Schritte eingeleitet hat, zeigt, wie ernst die Verantwortlichen die Situation einschätzen.
Für Lennart Karl könnte die Weltmeisterschaft beendet sein, bevor sie überhaupt begonnen hat.

