Nathaniel Brown wird weiterhin intensiv mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hinterfragt einen möglichen Wechsel des Frankfurters jedoch.
Der FC Bayern arbeitet weiter an seiner Kaderplanung für die neue Saison. Dabei gehört Nathaniel Brown nach wie vor zu den Spielern, die auf der Wunschliste der Münchner stehen. Der deutsche Nationalspieler von Eintracht Frankfurt gilt als einer der interessantesten Außenverteidiger des Landes und wird seit Wochen mit einem Wechsel an die Säbener Straße in Verbindung gebracht.
Doch nicht jeder ist von einem möglichen Transfer restlos überzeugt. Lothar Matthäus äußerte sich auf FCBinside-Nachfrage bei einem Werbetermin des Sammelkartenherstellers Topps zurückhaltend zu den Spekulationen.
„Ein deutscher Nationalspieler kann dem FC Bayern immer guttun. Alphonso Davies hat aber erst vor kurzem einen Riesenvertrag beim FC Bayern unterschrieben. Ich weiß jetzt nicht, ob man Davies und Brown auf der linken Außenverteidigerposition braucht. Das wären dann zwei Topverträge, Brown kostet ja auch ein bisschen was und Frankfurt gibt ihn ja nicht umsonst her“, erklärte Matthäus.
Damit spricht der 65-Jährige einen Punkt an, der auch intern eine Rolle spielen dürfte. Mit Davies verfügen die Bayern bereits über einen der besten Linksverteidiger Europas, dessen Vertrag langfristig verlängert wurde. Die Frage ist daher, ob eine Investition von rund 60 Millionen Euro für einen weiteren Spieler auf dieser Position tatsächlich notwendig wäre.
Matthäus fordert zunächst Verkäufe
Unabhängig von der sportlichen Bewertung sieht Matthäus ohnehin noch andere Baustellen beim Rekordmeister. Nach seiner Einschätzung müssen die Münchner zunächst Einnahmen generieren, bevor weitere große Transfers möglich werden.
„Erst mal müssen aber Verkäufe her, sonst ist kein Geld da für Transfers. Ich glaube, der FC Bayern hat keinen Druck, er hat einen guten Kader, aber wird sich sicher noch mit zwei oder drei Spielern verstärken. Man wird auch wieder auf die Jugend setzen, aber ich gehe auch davon aus, dass der ein oder andere den FC Bayern auch verlassen wird“, betonte Matthäus.
Tatsächlich verfolgen die Bayern derzeit einen ähnlichen Ansatz. Auch auf der Verkaufsseite sollen Fortschritte erzielt werden. Mehrere Spieler gelten als Verkaufskandidaten, um zusätzlichen finanziellen Spielraum zu schaffen.
Der Brown-Poker läuft derweil weiter. Nach Informationen des kicker hofft Eintracht Frankfurt auf eine schnelle Einigung und fordert rund 60 Millionen Euro für den 22-Jährigen. Die Gespräche zwischen beiden Vereinen sollen bereits laufen.

