Abschied nach der WM? Saudi-Klubs klopfen bei Bayern-Star an

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

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Alphonso Davies galt lange als unverzichtbarer Bestandteil der Zukunftsplanungen des FC Bayern. Doch aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass die Münchner ihre Haltung gegenüber dem Kanadier deutlich verändert haben. Ein Verkauf im Sommer soll inzwischen kein Tabuthema mehr sein.

Noch vor wenigen Monaten schien die Situation eindeutig. Der FC Bayern verlängerte den Vertrag von Alphonso Davies langfristig und setzte damit ein klares Zeichen für die Zukunft.


Inzwischen soll die Stimmung an der Säbener Straße jedoch eine andere sein.

Wie die Sport BILD berichtet, wird ein möglicher Verkauf des 25-Jährigen intern sehr intensiv diskutiert. Demnach sollen sowohl in der Chefetage als auch im sportlichen Bereich Zweifel gewachsen sein, ob Davies langfristig noch die Rolle einnehmen kann, die man ursprünglich für ihn vorgesehen hatte.

Verletzungen sorgen für zunehmende Zweifel

Der Hauptgrund liegt offenbar in seiner anhaltenden Verletzungsanfälligkeit.

Allein in den vergangenen beiden Spielzeiten verpasste Davies laut dem Bericht aufgrund verschiedener Blessuren mehr als ein Jahr an Spielzeit. Gerade für einen Spieler, dessen Spielstil stark von Dynamik, Explosivität und körperlicher Präsenz lebt, ist dies ein erheblicher Faktor.

Intern soll daher die Erkenntnis gereift sein, dass die Mannschaft auch ohne Davies konkurrenzfähig aufgestellt werden kann.

Hinzu kommt, dass die Bayern aktuell intensiv an einer Verpflichtung von Nathaniel Brown arbeiten. Der Nationalspieler von Eintracht Frankfurt bringt ein ähnliches athletisches Profil mit und könnte auf der linken Seite zusätzliche Alternativen schaffen.

Ein weiterer Aspekt ist die wirtschaftliche Seite: Davies zählt zu den Topverdienern im Kader des FC Bayern. Sein Jahresgehalt soll sich Medienberichten zufolge zwischen 15 und 20 Millionen Euro bewegen.

Angesichts der Sparmaßnahmen, die der Klub in den vergangenen Monaten immer wieder betont hat, wird intern offenbar genau geprüft, ob dieses Gesamtpaket noch im richtigen Verhältnis zu seiner sportlichen Verfügbarkeit steht.

Vor allem deshalb soll ein Verkauf mittlerweile nicht mehr kategorisch ausgeschlossen werden.

Erste Interessenten aus Saudi-Arabien

Alphonso Davies
Foto: IMAGO

Interessant ist dabei, dass es offenbar bereits konkrete Bewegungen auf dem Markt gibt.

Laut Sport BILD sollen Vertreter mehrerer Vereine aus der Saudi Pro League in München vorstellig geworden sein, um die Möglichkeiten eines Transfers auszuloten.

Für die Bayern wäre ein solcher Deal finanziell durchaus attraktiv. Saudi-Klubs verfügen über enorme wirtschaftliche Möglichkeiten und könnten problemlos Ablösesummen im Bereich von 30 bis 40 Millionen Euro oder sogar darüber hinaus stemmen.

Davies selbst bleibt der entscheidende Faktor
Ob ein Transfer tatsächlich realistisch ist, hängt jedoch vor allem vom Spieler selbst ab.

Mit 25 Jahren befindet sich Davies eigentlich im besten Fußballalter. Zudem gehört er weiterhin zu den bekanntesten Außenverteidigern im Weltfußball und dürfte grundsätzlich den Anspruch haben, auf höchstem europäischen Niveau zu spielen.

Ein Wechsel nach Saudi-Arabien erscheint deshalb aktuell eher unwahrscheinlich. Dennoch zeigt die Entwicklung, dass sich die Wahrnehmung rund um Davies beim FC Bayern verändert hat.

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