Brown im Anflug: So plant der FC Bayern mit Sorgenkind Davies

Vjekoslav Keskic
Foto: Getty Images

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen

Der Wechsel von Nathaniel Brown zum FC Bayern steht unmittelbar bevor. Während die Münchner in dem Frankfurter Nationalspieler eine der wichtigsten Verstärkungen für die neue Saison sehen, rückt automatisch ein anderer Spieler in den Fokus: Alphonso Davies. Für den Kanadier könnte sich die Situation an der Säbener Straße grundlegend verändern.

Lange Zeit war Alphonso Davies auf der linken Abwehrseite des FC Bayern alternativlos. Der Kanadier gehörte zu den absoluten Leistungsträgern und galt auf seiner Position als einer der besten Spieler der Welt.


Die Vertragsverlängerung Anfang 2025 schien diese Rolle nochmals zu untermauern. Mit einem langfristigen Vertrag und einem kolportierten Gehalt von rund 20 Millionen Euro pro Jahr machten die Münchner deutlich, wie wichtig Davies für die Zukunftsplanung ist.

Doch nur wenige Monate später stellt sich die Situation deutlich anders dar.

Verletzungen verändern die Ausgangslage

Der Kreuzbandriss, den Davies im Frühjahr 2025 bei der kanadischen Nationalmannschaft erlitt, markierte einen Wendepunkt.

Zwar kämpfte sich der Außenverteidiger zurück, doch die Rückkehr zur früheren Weltklasse verlief bislang alles andere als geradlinig. Weitere kleinere Verletzungen und körperliche Rückschläge verhinderten einen nachhaltigen Rhythmus.

Intern sollen die Verantwortlichen deshalb zunehmend Zweifel entwickelt haben, ob Davies weiterhin die alleinige Lösung für die linke Seite sein kann.

Genau hier kommt Nathaniel Brown ins Spiel. Der 22-Jährige gilt als absoluter Wunschspieler von Vincent Kompany. Die Bayern arbeiten seit Wochen intensiv an einer Verpflichtung des Nationalspielers und befinden sich nach übereinstimmenden Medienberichten kurz vor einer Einigung mit Eintracht Frankfurt.

Die mögliche Ablösesumme von bis zu 65 Millionen Euro zeigt, welchen Stellenwert Brown in den Planungen der Münchner einnimmt.

Sportlich bringt der Frankfurter genau die Attribute mit, die Kompany für sein Spiel benötigt: Tempo, Athletik, Laufstärke und Flexibilität.

Davies droht die Ersatzbank

Alphonso Davies
Foto: IMAGO

Besonders brisant ist dabei die Frage nach der Rollenverteilung. Nach Informationen von Sky besitzt Brown gute Chancen, bereits in seiner ersten Saison als Stammspieler auf der linken Abwehrseite aufzulaufen. Sollte dies eintreten, würde sich Davies erstmals seit Jahren in einer ungewohnten Situation wiederfinden. Statt gesetzt zu sein, müsste er sich seinen Platz zurückerobern.

Ein Szenario, das vor wenigen Monaten noch kaum vorstellbar gewesen wäre. Hinzu kommt, dass Davies mittlerweile nicht mehr als unverkäuflich gilt.

Sky-Reporter Philipp Hinze betont: „Er wird nicht auf dem Transfermarkt geschoben und den bietet man nicht überall an. Er hat weiter seine Lobby beim FC Bayern. Aber: Kommt ein adäquates Angebot rein, würden die Bayern sich das anhören. Er ist nicht unverkäuflich“

Damit ist klar: Die Verantwortlichen schließen einen Verkauf grundsätzlich nicht aus.

Das Problem liegt allerdings auf der Hand. Mit einem Jahresgehalt von bis zu 20 Millionen Euro gehört Davies zu den absoluten Topverdienern des Vereins. Nur wenige Klubs weltweit wären überhaupt in der Lage, diese finanziellen Dimensionen zu stemmen.

Als mögliche Interessenten werden deshalb vor allem Vereine aus der Saudi Pro League gehandelt. Ob Davies selbst mit erst 25 Jahren bereit wäre, Europa zu verlassen und den nächsten Karriereschritt in Saudi-Arabien zu gehen, erscheint jedoch fraglich.

Aktuell deutet vieles darauf hin, dass die Bayern zunächst auf einen offenen Konkurrenzkampf setzen.

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen
Teile diesen Artikel