Kuriose Enthüllung: BVB warnte Bayern vor diesem Transfer

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

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Luis Díaz entwickelte sich beim FC Bayern schnell zum Volltreffer. Wie nun bekannt wurde, hätte der Kolumbianer jedoch beinahe nie das Trikot des Rekordmeisters getragen. Max Eberl verfolgte ursprünglich einen ganz anderen Transferplan – doch ausgerechnet Borussia Dortmund spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Mit Luis Díaz gelang dem FC Bayern im Sommer 2025 einer der erfolgreichsten Transfers der jüngeren Vergangenheit. Der Kolumbianer überzeugte auf Anhieb, avancierte zum Leistungsträger und wurde nach einer herausragenden Premierensaison sogar als bester europäischer Transfer des Jahres 2025/26 ausgezeichnet.


Doch beinahe wäre alles ganz anders gekommen.

Wie BILD-Fußballchef Christian Falk im Podcast Bayern-Insider enthüllte, war Díaz ursprünglich nicht die bevorzugte Lösung der Münchner Verantwortlichen. Stattdessen hatte Sportvorstand Max Eberl einen anderen Offensivspieler ganz oben auf seiner Wunschliste.

Eberl wollte Jamie Gittens holen

Nachdem Wunschspieler Nico Williams den Bayern eine Absage erteilt hatte, richtete sich der Fokus von Eberl auf Jamie Gittens.

Der englische Flügelspieler stand damals noch bei Borussia Dortmund unter Vertrag und galt als eines der spannendsten Offensivtalente Europas. Eberl soll intern intensiv für eine Verpflichtung geworben haben und präsentierte seine Pläne den Mitgliedern des Bayern-Aufsichtsrats um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge.

Doch dort stieß die Idee offenbar nicht auf uneingeschränkte Zustimmung.

Vor allem die hohe Ablösesumme sowie Zweifel an der Eignung des Spielers für die besonderen Anforderungen beim FC Bayern sorgten für Skepsis.

Bayern holte sich Rat beim BVB

Besonders bemerkenswert ist, wie die Münchner schließlich zu ihrer Entscheidung kamen. Laut Falk wollten die Bayern-Bosse eine zusätzliche Einschätzung einholen und wandten sich dafür an einen Mann, der Gittens bestens kannte: Niko Kovac.

Der ehemalige Bayern-Trainer steht bei Borussia Dortmund an der Seitenlinie und arbeitete täglich mit dem Offensivspieler zusammen. Nach Informationen des Bayern-Insiders fiel sein Urteil deutlich aus: Kovac soll den Verantwortlichen an der Säbener Straße von einem Transfer abgeraten haben. Seine Begründung: Gittens sei „nicht professionell genug für die Bayern“.

Die Einschätzung des Dortmund-Trainers hatte offenbar erheblichen Einfluss. Nach der Rückmeldung von Kovac entschieden sich Hoeneß, Rummenigge und die übrigen Verantwortlichen gegen den Transfer. Eberls Wunschkandidat war damit vom Tisch.

Der Sportvorstand musste sich erneut auf die Suche nach einer Alternative machen – und landete schließlich bei Luis Díaz.

Díaz wurde zum Glücksgriff

Bayern vs. Heidenheim
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Rückblickend dürfte an der Säbener Straße niemand dieser Entscheidung nachtrauern. Díaz schlug sofort ein, brachte Tempo, Torgefahr und internationale Erfahrung mit und entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Spieler unter Vincent Kompany.

Während Gittens später für rund 60 Millionen Euro zum FC Chelsea wechselte, avancierte Díaz beim FC Bayern zum Unterschiedsspieler und Publikumsliebling.

Dass der FC Bayern vor einer möglichen Verpflichtung die Einschätzung eines Trainers des direkten Bundesliga-Konkurrenten einholt, gehört sicherlich nicht zum Alltag im Transfergeschäft.

Der Fall zeigt jedoch, wie sorgfältig die Münchner mittlerweile bei großen Investitionen vorgehen und wie groß der Einfluss von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge weiterhin ist.

Für Eberl endete die Geschichte trotz der geplatzten Wunschlösung letztlich mit einem Erfolg. Denn der Wechsel von Luis Díaz erwies sich im Nachhinein als echter Glücksgriff – und vielleicht sogar als besserer Transfer, als es Gittens gewesen wäre.

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