Der FC Bayern plant fest mit einem Abschied von João Palhinha. Doch ausgerechnet Tottenham Hotspur könnte den Münchnern nun einen Strich durch die Rechnung machen. Die Spurs beschäftigen sich offenbar intensiv mit einer deutlich prominenteren Alternative.
João Palhinha gehört zu den Spielern, die beim FC Bayern in diesem Sommer auf der Verkaufsliste stehen. Der Portugiese konnte sich nach seinem Wechsel an die Isar nie nachhaltig durchsetzen und spielte in den Planungen von Vincent Kompany zuletzt kaum noch eine Rolle.
Entsprechend arbeiten die Verantwortlichen um Max Eberl daran, für den 30-Jährigen eine dauerhafte Lösung zu finden.
Tottenham Hotspur galt zuletzt als aussichtsreichster Kandidat. Der Premier-League-Klub beschäftigt sich bereits seit Wochen mit einer Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers. Vor allem Trainer Roberto De Zerbi soll ein Befürworter eines Transfers sein.
Nun droht der Poker allerdings eine neue Wendung zu nehmen.
Tottenham hat Tonali im Visier
Wie Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, beschäftigen sich die Spurs aktuell intensiv mit Sandro Tonali von Newcastle United.
Der italienische Nationalspieler zählt zu den begehrtesten Mittelfeldspielern der Premier League und soll bei Tottenham intern hoch angesehen sein.
Nach Informationen des Telegraph gab es bislang zwar noch keinen offiziellen Kontakt zwischen Newcastle und Tottenham, dennoch rechnen die Magpies mit konkreten Anfragen für den 25-Jährigen.
Sollten die Londoner ihre Bemühungen um Tonali intensivieren, könnte dies direkte Auswirkungen auf die Zukunft von Palhinha haben.
Bayern zeigt sich kompromissbereit
Bereits in den vergangenen Wochen war durchgesickert, dass Tottenham nicht bereit ist, die vereinbarte Kaufoption in Höhe von 30 Millionen Euro zu aktivieren.
Stattdessen wollten die Verantwortlichen über eine niedrigere Ablöse verhandeln.
Der FC Bayern zeigte sich dabei zuletzt durchaus gesprächsbereit. Dem Vernehmen nach wären die Münchner inzwischen bereit, Palhinha bereits für rund 25 Millionen Euro ziehen zu lassen.
Für die Bayern steht dabei nicht nur die Ablösesumme im Vordergrund.
Gehaltseinsparung spielt wichtige Rolle
Intern gilt die Trennung von Palhinha als wichtiger Bestandteil der laufenden Kaderplanung.
Neben möglichen Transfereinnahmen würde der Rekordmeister auch ein hoch dotiertes Gehalt von der Payroll streichen. Die frei werdenden Mittel könnten anschließend in neue Transfers investiert werden.
Gerade vor dem Hintergrund der bevorstehenden Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown sind zusätzliche finanzielle Spielräume für die Bayern von großer Bedeutung.
Sporting bleibt im Rennen
Selbst wenn Tottenham sich letztlich für Tonali entscheiden sollte, wären die Münchner jedoch nicht ohne Alternative.
Weiterhin beschäftigt sich auch Sporting Lissabon mit einer Rückkehr des portugiesischen Nationalspielers. Der ehemalige Klub von Palhinha beobachtet die Situation bereits seit geraumer Zeit.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied.
Sporting kann finanziell kaum mit einem Premier-League-Klub konkurrieren. Während Tottenham eine Ablöse im Bereich von 25 Millionen Euro stemmen könnte, dürfte Sporting deutlich geringere Möglichkeiten haben.
Für den FC Bayern wäre ein Wechsel nach England daher die wirtschaftlich attraktivere Lösung.
Klar ist jedoch: Unabhängig vom Zielverein plant der Rekordmeister nicht mehr mit Palhinha. Die Verantwortlichen arbeiten weiterhin an einer zeitnahen Trennung, um die Kaderplanung für die neue Saison voranzutreiben.

