Überraschung im WM-Kader: Bayern-Talent Ndiaye begeistert Senegal

Sebastian Mittag
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Bara Sapoko Ndiaye gehört erst seit Anfang des Jahres zum Kader des FC Bayern – und steht plötzlich vor dem größten Schritt seiner jungen Karriere. Selbst in seiner Heimat hatte mit diesem Moment kaum jemand gerechnet.

Der 18-jährige Mittelfeldspieler wurde überraschend in den finalen WM-Kader des Senegals berufen. Damit zählt Ndiaye zu den größten Überraschungen der gesamten Kaderbekanntgaben – und das nicht nur mit Blick auf sein Heimatland, sondern auf alle teilnehmenden Teams bei der WM 2026.


Dabei war der junge Bayern-Profi noch vor wenigen Wochen nur Insidern ein Begriff. Ausgebildet in mehreren westafrikanischen Akademien wie der Rise Academy oder Gambinos Stars Africa, schaffte er erst Anfang 2026 den Sprung nach München. Ndiaye kam zunächst auf Leihbasis, ein langfristiger Verbleib gilt jedoch als Formsache.

Den Weg in den Profibereich ebnete ihm Vincent Kompany. Der Bayern-Trainer gab dem Youngster trotz fehlender Erfahrung auf höchstem Niveau schnell erste Einsätze. Vier Auftritte in der Rückrunde reichten, um Ndiaye überhaupt erst ins Blickfeld der senegalesischen Nationalmannschaft rücken zu lassen.

Vom Streichkandidaten zum gefeierten Auftritt

Im Senegal selbst war die Verwunderung über die Nominierung durch Nationaltrainer Pape Thiaw zunächst groß. Das Portal AfricaFootUnited sprach von der „größten Überraschung seit Jahren“ und attestierte dem Mittelfeldspieler einen „kometenhaften Aufstieg“. Auch kritische Stimmen wurden laut: Beim Portal seneweb.com hieß es, die Berufung habe „Fragen aufgeworfen“.

Ndiaye galt zunächst als klassischer Perspektivspieler und sogar als Streichkandidat: „Viele Beobachter rechneten damit, dass er zu den beiden Spielern gehören wird, die vor dem Stichtag aussortiert werden“, schrieb das Nachrichtenportal NDAR-Info. Beim Testspiel gegen die USA drehte der 18-Jährige diese Erwartungen dann komplett. Trotz der 2:3-Niederlage überzeugte er Beobachter und Trainerteam gleichermaßen.

Bara Sapoko Ndiaye
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NDAR-Info bezeichnete ihn anschließend als „Ausnahmetalent“ und lobte eine „beeindruckende Leistung“. Er „sprang sofort in die Bresche, da die Stammspieler fehlten, und demonstrierte seine Klasse bereits mit seiner ersten Ballberührung“, hieß es weiter. Auch Afrik-Foot hob seine offensive Ausrichtung und technische Klasse hervor.

Überzeugt von Potenzial und Persönlichkeit entschied sich Thiaw schließlich, Ndiaye in den endgültigen Kader für die WM 2026 zu berufen. Am heutigen Dienstagabend geht es für Senegal gegen das Starensemble aus Frankreich. Für den jungen Bayern-Profi ist das der vorläufige Höhepunkt eines spektakulären Aufstiegs – vom unbekannten Talent zum WM-Teilnehmer innerhalb weniger Monate.

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