Ismael Saibari ist bei der WM erneut zum Matchwinner geworden – und liefert damit weitere Argumente für seinen möglichen Wechsel zum FC Bayern. Zu seiner Zukunft will sich der Marokkaner aber nicht äußern.
Beim 1:0-Erfolg Marokkos gegen Schottland schoss Saibari seine Mannschaft mit dem entscheidenden Treffer zum Sieg. Schon zum WM-Auftakt gegen Brasilien hatte er beim 1:1 das einzige Tor für die Nordafrikaner erzielt. Zwei Treffer bei einem Turnier, das sein internationales Standing weiter wachsen lässt.
Entsprechend gelöst gab sich der Profi der PSV Eindhoven nach dem Spiel. „Es ist die beste Zeit meiner Karriere, weil ich, seitdem ich klein bin, davon träume, mit meinem Land bei einer WM zu spielen. Das habe ich geschafft. Jetzt habe ich zwei Tore für mein Land geschossen. Ich bin einfach glücklich“, sagte Saibari. Ob er die Entdeckung des Turniers sei, ließ er offen: „Ob ich eine Entdeckung dieser WM bin, sollen andere beurteilen.“
Fragen zum FC Bayern blockt Saibari ab
Bei seiner Zukunft wurde der in Spanien geborene Offensivspieler dagegen deutlich zugeknöpfter. Fragen zu einem möglichen Wechsel ging er nach dem Schottland-Spiel bewusst aus dem Weg. „Danke“, sagte Saibari lediglich und leitete zur nächsten Frage über.
Sein Fokus liegt offenbar voll auf der WM, bei der Marokko nach dem Halbfinaleinzug vor vier Jahren noch einen Schritt weiter gehen will: „Wir haben unsere Ziele, für die wir kämpfen werden. Wir können sehr weit kommen“, betonte er selbstbewusst.
Für den deutschen Rekordmeister dürfte Saibaris Entwicklung kaum überraschend kommen. Der FC Bayern soll den Marokkaner bereits seit Längerem beobachten – zuletzt deutete vieles auf einen erfolgreichen Abschluss der Bemühungen hin. Berichten zufolge hat Saibari den Medizincheck schon während des Turniers absolviert und bestanden.
50 Millionen Euro als Ablöse im Gespräch
Als Ablöse sollen übereinstimmenden Berichten zufolge fixe 50 Millionen Euro im Gespräch sein, inklusive Bonuszahlungen könnte die Summe auf 55 Millionen Euro ansteigen. Offiziell verkündet werden soll der Wechsel demnach erst im Juli. Bis dahin hält sich Saibari bedeckt.

Dass der 25-Jährige längst über Bayern hinaus aufgefallen ist, zeigt auch ein Lob von Jürgen Klopp. Bei MagentaTV würdigte der frühere Erfolgstrainer den Marokkaner ausdrücklich. „Saibari hat im Moment offensichtlich viel Selbstvertrauen. Er hat ein Tor geschossen im ersten Spiel, Verhandlungen werden geführt. Das tut auch gut. Es sind große Vereine an ihm dran. Es ist ein guter Moment in seiner Karriere“, sagte Klopp.

