Hoeneß wird deutlich: Bayern-Patron kritisiert XXL-WM

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Uli Hoeneß rechnet mit der WM ab. Der Ehrenpräsident des FC Bayern hat keine Lust auf das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada – und findet dafür drastische Worte.

Bei der Weltmeisterschaft wird Hoeneß nicht vor Ort sein. Der 74-Jährige hält von dem aufgeblähten Format grundsätzlich wenig – und macht das in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unmissverständlich deutlich.


Dabei ist es nicht nur das Turnierformat, das den Bayern-Patron stört. Selbst eine kostenlose Unterkunft konnte ihn nicht umstimmen. „Dabei hat mir ein Bekannter angeboten, während der WM kostenlos in seinem Haus in Florida zu wohnen“, erzählte Hoeneß.

Doch das Angebot dürfte den letzten Rest an Begeisterung gekostet haben. „Und selbst wenn ich Lust gehabt hätte, sie wäre mir vergangen, als man mir die bevorzugte Lage des Hauses nannte“, so der 74-Jährige. Die Immobilie liege schließlich „fünf Minuten entfernt von Mar-a-Lago, dem Anwesen von Donald Trump.“

„Ein Fiasko für den Fußball“

Hinter der Absage steckt mehr als nur die Nähe zu Trumps Anwesen. Hoeneß stören vor allem die enormen Kosten, die die WM für die Fans mit sich bringt: „Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird. Zweitausend Dollar für ein Finalticket mittlerer Güte, wo soll das enden?“, kritisierte er die Preisgestaltung.

Uli Hoeneß
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Der langjährige Bayern-Macher war dem Kommerz im Fußball nie grundsätzlich abgeneigt. In diesem Fall zieht er aber eine klare Grenze. „Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form. Ich möchte das durch den Kauf von Eintrittskarten nicht auch noch unterstützen“, betonte er. Eine WM-Reise nach Nordamerika ist für ihn damit endgültig vom Tisch.

Hoeneß wird sich damit auch das anstehende zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft im TV ansehen: Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann trifft am Samstagabend (22 Uhr) auf die Elfenbeinküste.

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