Aktuell findet die WM 2026 in Nordamerika statt. Mit dabei sind auch zahlreiche Bayern-Spieler. Einige von ihnen gingen nicht in Topform in das Turnier, darunter auch Jamal Musiala.
Der Offensivstar hatte beim FC Bayern zuletzt einige gute Momente, diese aber eben nicht konstant auf den Platz bringen können. Man merkte ihm jederzeit den Willen an, aber es fehlte die letzte Konsequenz im Offensivdrittel. Nach zwei Spielen bei der WM kann man sagen: Das bleibt auch so.
Er ist auf jeden Fall motiviert, versucht viel, aber gerade gegen die Elfenbeinküste blieb er dann doch häufiger am letzten Gegenspieler hängen. Sein Tor gegen Curacao war wichtig, aber so richtig ist der Funke noch nicht übergesprungen.
Da stellt sich die Frage: Bleibt Musiala in der Startelf? Gerade weil Bundestrainer Julian Nagelsmann vor dem Turnier betonte, dass sich Musiala seine Topform vor allem durch Spielpraxis erarbeiten muss, könnte man davon ausgehen.
Nagelsmann-Aussage zu Musiala lässt aufhorchen
Allerdings hat Deniz Undav zuletzt gezeigt, was er auf dem Kasten hat. Der DFB-Stürmer traf nach Einwechslung gegen die Ivorer doppelt, hatte schon im ersten Spiel als Joker drei Scorerpunkte zu verzeichnen.
Er ist momentan einfach effizienter als Musiala. Der Bundestrainer sieht verschiedene Ansätze bei Undav. „Du kannst sagen, warum soll ich deinen Flow jetzt brechen? Er kam jetzt zweimal rein, hat zweimal Tore gemacht und letztes Mal auch Tore vorgelegt, jetzt 2 Tore gemacht. Da kann man sagen, behalte deinen Flow. Viel besser: die Rolle erfüllen und dann Finisher sein. Und noch mehr in der WM auf der Anzeigetafel stehen, geht gar nicht”, so Nagelsmann.

Das würde eher für die Beibehaltung des angesprochenen Rhythmus sprechen. Aber eine Nagelsmann-Aussage könnte dann doch ein Fingerzeig sein: „Man kann aber auch sagen, ja klar, super Leistung, lass ich mal von Beginn an spielen. Und natürlich kann er auch auf der 10 spielen.“
Also genau auf der Position, die Musiala eigentlich bekleidet. Denkt man aber einen Schritt weiter, dann könnte ein Wechsel durchaus sinnvoll sein. Denn Ecuador ist eine sehr physisch agierende Mannschaft, die sich sehr viel über Zweikämpfe definiert. Und nach dem 0:0 gegen Curacao geht es für die Südamerikaner um alles.
Spieler, die länger verletzt waren oder noch nicht im Rhythmus sind, hier nicht auf das Feld zu schicken oder dosiert einzusetzen, kann eine kluge Wahl sein. Heißt also: Selbst wenn Musiala nicht spielen sollte muss das noch kein Fingerzeig sein.

