Beim FC Bayern zeichnet sich offenbar die Nachfolge von Basketball-Coach Svetislav Pesic ab. Uli Hoeneß hat nun überraschend offen über den Wunschkandidaten der Münchner gesprochen.
Die Suche nach einem neuen Cheftrainer für den FC Bayern Basketball läuft bereits seit Monaten. Nachdem Svetislav Pesic angekündigt hatte, seine Trainerkarriere nach der Saison 2025/26 zu beenden, beschäftigen sich die Verantwortlichen intensiv mit seiner Nachfolge.
Nun hat sich Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß öffentlich zu der Personalie geäußert – und dabei eine bemerkenswert klare Aussage getroffen.
In der Halbzeitpause des entscheidenden fünften Finalspiels der Basketball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und ALBA Berlin erklärte Hoeneß bei Dyn: „Ich persönlich glaube, dass wir nächstes Jahr Anton Gavel hier als Trainer haben.“
Damit bestätigte der 74-Jährige indirekt, was in Basketball-Kreisen seit geraumer Zeit als offenes Geheimnis gilt. Gavel gilt als Wunschkandidat der Münchner für die Zeit nach Pesic.
Streit um möglichen Wechsel eskaliert
Der mögliche Wechsel des ehemaligen Bayern-Spielers sorgt allerdings seit Wochen für Diskussionen.
Gavel steht aktuell noch bei den Bamberg Baskets unter Vertrag. Sein Arbeitspapier läuft eigentlich bis 2027. Zuletzt war öffentlich geworden, dass der 41-Jährige seinen Vertrag offenbar juristisch anfechten möchte, um einen Wechsel nach München zu ermöglichen.
Besonders scharfe Kritik kam dabei von Bambergs Gesellschafter Michael Stoschek.
„Er ist der, der den Vertrag bricht. Er ist der, der mit der Spitzfindigkeit kommt, die ihm zugetragen wurde, dass die digitale Unterschrift mangels Bestätigung nicht gilt, und hat uns die Kündigung vorgelegt“, erklärte Stoschek im Gespräch mit der BILD.
Demnach soll sich Gavel auf einen möglichen Formfehler bei der Vertragsunterzeichnung berufen.
Zusätzlich erhob Stoschek schwere Vorwürfe gegen den FC Bayern.
„Ich finde es absolut unfair, dass der größte und finanzstärkste Sportklub Europas dem kleinen Bamberg auf diese Weise den wichtigen Trainer wegnimmt“, sagte er.
Hoeneß setzt auf eine friedliche Lösung
Auch Hoeneß zeigte sich mit der öffentlichen Auseinandersetzung vertraut. Der langjährige Bayern-Patron vermied jedoch jede Eskalation und plädierte stattdessen für eine einvernehmliche Lösung.
„Ich glaube, man muss versuchen, eine diplomatische Lösung zu finden – mit dem Ziel, Anton nächstes Jahr hier bei uns zu haben.“

Damit machte Hoeneß deutlich, dass die Münchner weiterhin fest mit Gavel planen.
Der frühere Nationalspieler kennt den Klub bestens. Zwischen 2014 und 2018 lief er selbst für den FC Bayern Basketball auf und genießt in München hohes Ansehen.
Ob der Wechsel tatsächlich zustande kommt, bleibt trotz der klaren Worte von Hoeneß noch offen. Fest steht jedoch: Der Ehrenpräsident hat erstmals öffentlich ausgesprochen, wen er künftig auf der Trainerbank des FC Bayern sehen möchte.

