Was steckt hinter dem Real-Statement zu Bayern-Star Olise?

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Real Madrid hat sich öffentlich zu Michael Olise geäußert – und damit die Gerüchte um den Bayern-Star eher angeheizt als beendet. Die Spanier dementieren jeden Kontakt. Doch genau dieses ungewöhnliche Statement wirft neue Fragen auf.

Am vergangenen Samstag meldeten sich die Königlichen mit einer überraschenden Mitteilung zu Wort. Darin nahmen sie Bezug auf die zahlreichen Berichte über ein Interesse an Olise und betonten, weder direkt noch indirekt Kontakt zum Flügelspieler oder dessen Umfeld aufgenommen zu haben.


Zusätzlich verwiesen die Madrilenen auf ihr gutes Verhältnis zum deutschen Rekordmeister. Ein mögliches Transfer-Interesse würden sie demnach immer zuerst mit den Bossen des FC Bayern besprechen – und nicht direkt mit dem Spieler. Ein im Profifußball seltener Schritt, mit dem Real den Wirbel um Olise offenbar beruhigen will.

Olise selbst sorgt derzeit bei der WM mit Frankreich für Schlagzeilen. Der 24-Jährige wird seit Monaten als Transferziel der Spanier gehandelt, besitzt in München aber einen langfristigen Vertrag – bis 2029.

Drei Theorien zum Real- Statement

Rund um die Mitteilung wirft die BILD drei Theorien auf. Variante eins demnach: Real hatte tatsächlich keinen Kontakt zu Olise und plant auch in diesem Sommer keinen Vorstoß – sei es, weil andere Stars Priorität haben, oder weil die Spanier nach den mehrfachen Unverkäuflich-Erklärungen der Bayern keine Chance sehen. Das Statement wäre dann ein reines Dementi, auch um keine Verstimmung in München zu erzeugen.

Die zweite Variante: Real denkt doch über eine Olise-Offensive nach oder plant sie bereits, will dabei aber weder die Bayern noch die FIFA verärgern. Deshalb stellen die Madrilenen vorab klar, im Falle eines Vorstoßes zuerst mit den Verantwortlichen der Münchner zu sprechen.

Am brisantesten ist die dritte Variante: Demnach könnte Real einen heimlichen Angriff planen oder bereits gestartet haben, bei dem zunächst der Spieler vom Wechsel überzeugt werden soll – möglicherweise, um dessen Wunsch als Druckmittel gegen die Bayern einzusetzen. Das Statement wäre in diesem Fall laut dem Bericht nur ein Bluff. Verhandlungen ohne Einwilligung des Klubs müssten die Spanier öffentlich bestreiten, da sie nach FIFA-Regularien verboten sind, solange ein Spieler noch länger als sechs Monate Vertrag besitzt.

Michael Olise
Foto: IMAGO

Vor allem in den sozialen Netzwerken wird die Bluff-Theorie befeuert – häufig mit Verweis auf ein Real-Statement vom November 2023 zu Kylian Mbappé. Auch damals beteuerten die Spanier, keinerlei Wechsel-Gespräche geführt zu haben. Pikant: Nur sieben Monate später verkündete Real die ablösefreie Verpflichtung des Franzosen.

Aus Bayern-Sicht gibt es allerdings einen entscheidenden Unterschied. Anders als PSG im Fall Mbappé haben die Münchner bei Olise dank des Vertrags bis 2029 die volle Entscheidungsgewalt über die Zukunft des WM-Stars.

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