Der FC Bayern sucht weiter Verstärkung für die Defensive – und setzt dabei offenbar auf einen deutschen Nationalspieler.
Yann Bisseck von Inter Mailand steht an der Säbener Straße höher im Kurs, ein erster Kontakt zu den Italienern soll bereits hergestellt sein.
Wie BILD-Fußballchef Christian Falk berichtet, sind die Münchner zur Auslotung eines möglichen Transfers an Inter herangetreten. Demnach wollte der FC Bayern zunächst in Erfahrung bringen, welchen Preis die Mailänder für den 25-jährigen Innenverteidiger aufrufen.
Aus dem zuvor lockeren Interesse ist damit ein konkreter Schritt geworden. Eine Einigung oder gar ein Angebot steht aber noch nicht im Raum – bislang geht es allein um die Rahmenbedingungen. Zuletzt wurde eine Ablöse von rund 40 Millionen Euro für den DFB-Akteur kolportiert, der erst ein Länderspiel bestritten hat.
Ausgangslage für Bayern günstig
Zwei Faktoren könnten den Münchnern in möglichen Verhandlungen helfen: Bisseck soll die Tür für einen Wechsel selbst geöffnet haben. Hinzu kommt, dass Inter laut dem Bericht auf Transfereinnahmen angewiesen ist. Beides spielt den Bayern-Verantwortlichen demnach in die Karten.

Hintergrund des Vorstoßes ist die klare Linie an der Säbener Straße. Falk verweist auf die “klare Präferenz” der Münchner, “wann immer es möglich ist, auf deutsche Spieler setzen”. Bisseck passt damit ins Profil, das der Klub zuletzt bevorzugt verfolgt.
Mit Nathaniel Brown haben die Bayern einen weiteren deutschen Nationalspieler im Visier, der anders als Bisseck aktuell sogar im WM-Kader steht.
Eine Verpflichtung des Inter-Innenverteidigers bleibt aus Münchner Sicht aber an eine Bedingung geknüpft: Zunächst müsste ein Defensivspieler den Verein verlassen. Allen voran gilt Minjae Kim als Verkaufskandidat. Auch Hiroki Ito dürfte den FC Bayern bei einem passenden Angebot verlassen.
Wie schnell sich die Personalie weiterentwickelt, hängt damit auch von den Abgängen ab. Erst wenn sich der Kader lichtet, dürfte ein ernsthafter Vorstoß für Bisseck folgen.

