Alphonso Davies ist, wenn er fit ist, einer der unverzichtbaren Bestandteile des Kaders der kanadischen Nationalmannschaft. Gespielt hat er bisher bei der Weltmeisterschaft noch nicht.
Eigentlich war das Comeback für das dritte Gruppenspiel der kanadischen Mannschaft gegen die Schweiz angedacht. Zumindest hatte Trainer Jesse Marsch das auf der Pressekonferenz vor dem Spiel angekündigt.
„Sowohl körperlich und fußballerisch als auch mental: Unser Kapitän ist zurück, unser bester Spieler ist wieder in der Mannschaft. Ich finde, das ist ein ganz entscheidender Faktor. Er ist bereit“, erklärte er im Vorfeld. Dass Davies trotz der Niederlage gar nicht spielte, das sorgte für überraschte Gesichter.
Marsch klärt Davies-Bluff auf
Umso gespannter waren die Fans und Medien auf das Marsch-Interview nach dem Spiel. Dort offenbarte der ehemalige Trainer von RB Leipzig, dass er mit dem Bayern-Star geblufft hat.

Gegenüber Medienvertretern erklärte der Nationaltrainer Kanadas: „Alphonso war heute noch nicht bereit. Ich habe ihn als Ablenkungsmanöver eingesetzt. Er hätte heute ohnehin nicht gespielt!”
Die Frage ist nun, ob es beim Bayern-Star für das nächste Spiel reicht. Dann spielt Kanada nämlich im Sechzehntelfinale gegen Südafrika. „Ich glaube, dass er für das nächste Spiel bereit ist“, teilte Marsch noch mit. Allerdings hat er das ja auch im Vorfeld der Partie gegen die Schweiz gesagt.
Klar ist auf jeden Fall, dass Davies sein eigenes Pensum in den letzten Tagen deutlich steigern konnte. Er machte Fortschritte im Training und ist belastbarer. Dass er doch noch nicht eingesetzt wurde könnte auch dafür sprechen, dass die Kanadier weiterhin sehr vorsichtig mit dem Linksfuß umgehen.
Schon vor der Weltmeisterschaft wurde nämlich zwischen dem FC Bayern und dem Verband vereinbart, dass man auf keinen Fall irgendein Risiko eingehen will. Ebenso einigte man sich auf einen engen Austausch während des Turniers.

