Deutliche Ansage: Matthäus fordert DFB-Startelf ohne Musiala

Sebastian Mittag
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Lothar Matthäus hat seine Wunsch-Elf für das WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay verraten. Gleich mehrere Positionen würde der Rekordnationalspieler umbauen – und einen prominenten Profi auf die Bank verbannen: Jamal Musiala.

Am Montag wird es ernst für die deutsche Mannschaft. Nach der ersten WM-Niederlage gegen Ecuador geht es gegen Paraguay ums Weiterkommen. Matthäus rechnet mit personellen und taktischen Korrekturen und präsentierte in der BILD seine bevorzugte Formation.


Für den Weltmeister von 1990 hängt vieles an einer einzigen Personalie: dem Zustand von Nathaniel Brown. „Was ist mit Brown? Ist der verletzt? Ist er einsatzfähig? Weil damit hängt vieles zusammen, wie eine Viererkette aussehen könnte.“

Sollte Brown fit sein, würde Matthäus ihn rechts in der Abwehr aufstellen, David Raum rückte dann nach links. In der Innenverteidigung setzt er auf Antonio Rüdiger und Bayern-Profi Jonathan Tah: „Wir brauchen körperlich starke Spieler in den Zweikämpfen, auch bei Standardsituationen.“

Matthäus zieht Kimmich zurück ins Zentrum

Die deutlichste Veränderung plant Matthäus im Mittelfeld. Joshua Kimmich soll zurück auf seine Lieblingsposition und gemeinsam mit Felix Nmecha die Zentrale bilden. Auf dem rechten Flügel bleibt Leroy Sané für ihn gesetzt: „Nicht nur wegen seinem Tor, sondern eben auch, weil er wirklich fleißig nach hinten arbeitet.“

Lothar Matthäus
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Auch in der Offensive würde der 65-Jährige nachjustieren. Kai Havertz soll zwar starten, doch Deniz Undav würde er ebenfalls von Beginn an bringen. Statt einer klassischen Doppelspitze schwebt ihm ein bewegliches Zusammenspiel vor: „Undav hinter Havertz, aber ein Wechselspiel, dass keiner vorne fix die Nummer 9 ist. Damit beschäftigen wir die Gegner.“ Auf links soll erneut Florian Wirtz das Vertrauen bekommen.

Musiala muss weiter warten

Für Bayern-Star Jamal Musiala ist in dieser Aufstellung dagegen kein Platz vorgesehen. Matthäus erwartet die Paraguayer ähnlich robust wie zuvor Ecuador oder die Elfenbeinküste: „Jetzt geht es um alles und die formstärksten Spieler sollten spielen. Gerade gegen Paraguay, die natürlich auch robust spielen, scheint mir das schwierig für ihn. Sie suchen den Kontakt. Da muss man sich durchsetzen.“

Erst in einem möglichen Achtelfinale gegen Frankreich, das technisch deutlich stärker auftrete, wäre Musiala für Matthäus wieder eine echte Option.

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