Beim FC Bayern stehen in den kommenden Wochen wichtige Personalentscheidungen an. Neben der Kaderplanung geht es dabei auch um die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl, dessen Vertragsverlängerung offenbar an eine klare Bedingung geknüpft ist.
Die Verantwortlichen des FC Bayern treiben die Planungen für die kommenden Jahre weiter voran. Neben möglichen Neuzugängen und Vertragsverlängerungen innerhalb des Kaders beschäftigt sich der Aufsichtsrat auch mit der Zukunft von Sportvorstand Max Eberl.
Wie BILD-Reporter Christian Falk berichtet, hat der 52-Jährige grundsätzlich gute Chancen auf eine Verlängerung seines bis 2027 laufenden Vertrags. Zuvor müsse Eberl jedoch eine zentrale Aufgabe erfolgreich lösen.
Verkäufe werden zum Prüfstein
Im August soll der Aufsichtsrat unter anderem über eine Vertragsverlängerung Eberls beraten.
Entscheidend wird laut Falk sein, ob es dem Sportvorstand gelingt, mehrere Verkaufskandidaten dauerhaft von der Gehaltsliste zu bekommen und gleichzeitig nennenswerte Transfereinnahmen zu erzielen.
„Jeder weiß, dass es schwierig ist, Geld für einen Spieler wie Sacha Boey zu bekommen, der beim FC Bayern noch nicht wirklich viel gespielt hat. Das Gleiche gilt für Bryan Zaragoza, und Palhinha ist für die meisten Vereine zu teuer“, erklärte Falk in seiner Kolumne.
Leihgeschäfte seien dabei keine bevorzugte Lösung. „Leihgeschäfte kämen für den FC Bayern nicht in Frage, da der Verein in diesem Sommer Geld einnehmen will. Eberl muss diese Spieler verkaufen und die Gehaltsliste streichen“, so Falk.
Lob für Transfers – Kritik an anderen Themen

Intern genießt Eberl trotz anhaltender Diskussionen weiterhin Rückhalt. Vor allem Verpflichtungen wie Michael Olise und Luis Díaz werden ihm positiv angerechnet.
Gleichzeitig soll es innerhalb der Führungsetage aber auch Kritik geben. Nach Informationen von Falk werden unter anderem einzelne Vertragsverlängerungen kritisch bewertet, bei denen Eberl den vorgegebenen Sparkurs nicht konsequent eingehalten haben soll.
Auch die ablösefreien Abgänge namhafter Spieler werden ihm teilweise angelastet.
Trotz dieser Kritik sieht Christian Falk den Sportvorstand weiterhin in einer guten Ausgangsposition.
„Er hat gute Chancen, seinen Job zu behalten, da es einige gute Transfers gab – aber er muss verkaufen!“, lautet das Fazit des Transfer-Experten.
Die kommenden Wochen dürften damit nicht nur für die Kaderplanung des FC Bayern richtungsweisend werden, sondern auch für die persönliche Zukunft von Max Eberl an der Säbener Straße.

