Didier Deschamps hat sich schützend vor Michael Olise gestellt. Der französische Nationaltrainer widersprach der zuletzt aufkommenden Kritik am Bayern-Star und machte deutlich, dass der 24-Jährige bei der Weltmeisterschaft trotz einer schwächeren Phase ein starkes Turnier spielt.
Vor dem Spiel um Platz drei gegen England wurde Didier Deschamps auf die Leistungen von Michael Olise angesprochen. Ein französischer Journalist vertrat die Ansicht, der Offensivspieler des FC Bayern habe nach einem starken Turnierstart zuletzt deutlich nachgelassen.
Der scheidende Nationaltrainer wollte diese Einschätzung jedoch nicht stehen lassen.
Deschamps: „Das ist ein bisschen zu streng“
„Ich finde das ein bisschen zu streng“, erklärte Deschamps auf der Pressekonferenz. Mit Blick auf das verlorene Halbfinale gegen Spanien nahm der 57-Jährige seinen Schützling ausdrücklich in Schutz.
„Im Spiel gegen Spanien war er nicht in Bestform. Genau wie andere Spieler auch“, betonte der Franzose und machte deutlich, dass die Niederlage nicht an Olise allein festzumachen sei.
Der Bayern-Profi hatte einen starken Start in die Weltmeisterschaft hingelegt. Gegen den Senegal und den Irak bereitete Olise jeweils zwei Treffer vor, auch im Achtelfinale gegen Schweden glänzte er mit zwei Assists. Seitdem wartet der Offensivspieler allerdings auf eine weitere direkte Torbeteiligung.
„Er wird noch besser werden“

Für Deschamps fällt die öffentliche Bewertung des 24-Jährigen insgesamt zu kritisch aus. „Ihr wart nicht gerade zimperlich mit ihm, oder?“, sagte der Nationaltrainer in Richtung der anwesenden Journalisten.
Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass Olise sein Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft habe.
„Es braucht eben manchmal seine Zeit, und er hat trotz allem noch Luft nach oben“, erklärte Deschamps und fügte abschließend hinzu: „Wird er besser werden? Natürlich wird er noch besser werden.“
Mit diesen Aussagen stärkt der französische Nationaltrainer dem Bayern-Star unmittelbar vor dem Duell mit England noch einmal demonstrativ den Rücken – und sendet zugleich ein klares Signal an alle Kritiker des 24-Jährigen.

