Der FC Bayern kassiert für die WM 2026 kräftig ab. Trotz des frühen Aus der deutschen Nationalmannschaft gehört der Rekordmeister bei den FIFA-Ausgleichszahlungen zu den vier Topverdienern weltweit.
Bei einer Weltmeisterschaft verdienen nicht nur die Nationalverbände. Auch die Klubs, die ihre Profis abstellen, werden vom Weltverband FIFA entlohnt. Für die WM 2026 verteilt die FIFA das Geld an mehr als 600 Vereine weltweit – und der FC Bayern gehört zu den größten Profiteuren.
Wie eine Analyse der Deutschen Kreditbank (DKB) zeigt, erhält der deutsche Rekordmeister 2,30 Millionen Euro. Grundlage sind 18 abgestellte Profis: 17 gingen von Beginn an ins Turnier, Ismael Saibari stieß am 1. Juli dazu. Im weltweiten Vergleich landen die Münchner damit auf Rang vier.
Vor den Bayern liegen nur drei Klubs. Am meisten kassiert der englische Vizemeister Manchester City mit 3,08 Millionen Euro, dahinter folgen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain (2,49 Millionen Euro) und Endspielgegner FC Arsenal (2,42 Millionen Euro).
Wie sich die Zahlungen zusammensetzen
Die Ausgleichszahlungen richten sich danach, wie lange die Spieler eines Klubs bei der WM im Einsatz sind. Für jeden Tag, an dem ein Profi zur Verfügung steht, gibt es Geld. Der Tagessatz fällt allerdings geringer aus als zunächst gedacht: Statt der ursprünglich erwarteten 11.000 US-Dollar sind es offenbar jeweils nur 5.000 US-Dollar.
Für die Bayern hätte es sogar noch besser laufen können. In einer ersten Auswertung der DKB nach Abschluss der Vorrunde lag der Klub noch auf Rang zwei. Durch das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale rutschte der Rekordmeister im finalen Ranking jedoch ab. Hinter den Münchnern folgen der FC Barcelona (2,20 Millionen Euro) und Klubweltmeister FC Chelsea (2,12 Millionen Euro). Bemerkenswert weit hinten liegt Atletico Madrid als Achter (1,92 Millionen Euro) – und das, obwohl der Klub mit zehn Spielern die meisten Endspielteilnehmer stellte.
Bayern klar an der nationalen Spitze
Im deutschen Vergleich ist der Rekordmeister das Maß aller Dinge. Borussia Dortmund erhält 1,54 Millionen Euro, Bayer Leverkusen kommt auf 1,42 Millionen Euro. Auch Eintracht Frankfurt (1,17 Millionen Euro) und die TSG Hoffenheim (1,05 Millionen Euro) knacken die Million-Marke – an die Werte der Bayern reicht aber keiner heran.

Im Ligenvergleich landet die Bundesliga mit insgesamt 13,29 Millionen Euro auf Rang zwei. Nur die englische Premier League liegt mit 26,34 Millionen Euro darüber und erhält damit doppelt so viel wie die deutschen Klubs. Trotz Barcelona, Atletico und Real Madrid folgt Spaniens La Liga mit 12,19 Millionen Euro erst auf Platz drei.

