João Palhinha bleibt eines der größten Transferprobleme des FC Bayern in diesem Sommer. Die Münchner möchten den portugiesischen Mittelfeldspieler unbedingt verkaufen, doch bislang ist kein Interessent bereit, die geforderte Ablösesumme zu zahlen. Leidtragender der festgefahrenen Situation ist vor allem Sportvorstand Max Eberl.
Die Verantwortlichen an der Säbener Straße arbeiten mit Hochdruck daran, den Kader weiter zu verschlanken und zusätzliche Einnahmen zu generieren. Ganz oben auf der Verkaufsliste steht dabei João Palhinha, der in den sportlichen Planungen von Vincent Kompany keine tragende Rolle mehr spielt.
Wie SPORT1 berichtet, besitzt ein Verkauf des 31-Jährigen intern sogar höchste Priorität – noch vor möglichen Abgängen von Bryan Zaragoza oder Sacha Boey. Entsprechend groß ist der Druck auf Max Eberl, der den Portugiesen möglichst zeitnah von der Gehaltsliste bekommen soll.
Pikant: Palhinha selbst kann sich einen Verbleib in München durchaus vorstellen.
Bayern bleibt bei der Ablöse hart
Nach Informationen von SPORT1 waren die Bayern im Frühjahr noch fest davon ausgegangen, dass Tottenham Hotspur die vereinbarte Kaufoption in Höhe von rund 30 Millionen Euro ziehen würde. Die Londoner wollten den Preis jedoch nachverhandeln.
Darauf ließen sich die Münchner nicht ein. Die Folge: Palhinha kehrte nach seiner Leihe an die Säbener Straße zurück.
Auch andere Interessenten schrecken bislang vor der geforderten Ablöse zurück. Sowohl Benfica Lissabon als auch Sporting Lissabon sollen nicht bereit sein, die aufgerufenen 30 Millionen Euro zu bezahlen. Gleiches gilt offenbar für Aston Villa, das ebenfalls auf ein Entgegenkommen des FC Bayern hofft.
Druck auf Eberl wächst

Für Max Eberl entwickelt sich der Palhinha-Poker zunehmend zur Bewährungsprobe. Bereits in der Vergangenheit musste sich der Sportvorstand Kritik gefallen lassen, nachdem Kingsley Coman im Sommer 2025 für rund 25 Millionen Euro nach Saudi-Arabien gewechselt war. Intern hatten sich die Verantwortlichen damals eine höhere Ablösesumme erhofft.
Die Situation bei Palhinha gestaltet sich nun ähnlich schwierig. Zwar haben die Bayern mehrfach öffentlich signalisiert, dass sie den Mittelfeldspieler abgeben möchten, gleichzeitig halten sie bislang an ihrer Preisvorstellung fest.
Erst am Wochenende machte Sportdirektor Christoph Freund deutlich, dass Palhinha in den sportlichen Planungen „keine große Rolle“ spielen werde. Eine Aussage, die potenzielle Käufer aufmerksam registriert haben dürften und die Verhandlungsposition der Münchner kaum verbessert.
Sollte der FC Bayern seine Ablöseforderung nicht senken, könnte sich der Transfer weiter in die Länge ziehen. Für Eberl wäre das problematisch, denn zusätzliche Einnahmen gelten als Voraussetzung dafür, dass der Rekordmeister in diesem Transfersommer selbst noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden kann.

