Der FC Bayern wollte am Deadline Day noch eine Lösung für Sacha Boey finden. Doch der geplante Wechsel des Rechtsverteidigers nach England ist geplatzt. Die Münchner haben aber noch Möglichkeiten, den Franzosen loszuwerden.
Beim FC Bayern blieb es am Deadline Day ruhig. Neue Spieler kamen nicht mehr an die Säbener Straße, auf der Abgangsseite hofften die Verantwortlichen dagegen noch auf Bewegung.
Im Fokus stand dabei vor allem Sacha Boey. Der Franzose spielt in den Planungen von Vincent Kompany keine Rolle mehr und soll den Verein verlassen. Mit dem FC Fulham hatte sich zuletzt auch ein möglicher Abnehmer gefunden. Ein Wechsel nach London schien durchaus realistisch – doch daraus wird nun nichts.
Wie Transfer-Insider Matteo Moretto berichtet, hat Fulham Abstand von einer Verpflichtung Boeys genommen. Hintergrund ist demnach die Situation um Kenny Tete. Der Rechtsverteidiger hatte zunächst mit einem Abschied geliebäugelt und damit Platz für Boey schaffen können. Nun will Tete allerdings in London bleiben. Damit besteht bei Fulham kein Bedarf mehr auf der rechten Abwehrseite. Die Transferfrist ist um Mitternacht auch in England abgelaufen.
Bayern bleiben nur noch wenige Optionen bei Boey
Für die Münchner ist diese Entwicklung bitter. Die Bosse hatten zuletzt keinen Hehl daraus gemacht, dass Boey abgegeben werden soll.
Bei Bryan Zaragoza und Joao Palhinha haben die Bayern inzwischen Lösungen gefunden. Boey dagegen ist weiterhin da. Auch ein zwischenzeitlich diskutierter Wechsel zum Hamburger SV kam nicht zustande.
Ganz aussichtslos ist die Situation allerdings noch nicht. In einigen Ländern ist das Transferfenster weiterhin geöffnet. In Österreich können beispielsweise noch bis zum 3. September Spieler verpflichtet werden. Interessanter dürfte für Boey jedoch die Türkei sein, wo Transfers noch bis zum 4. September möglich sind.

Der 25-Jährige kennt die Süper Lig bestens. Bereits vor seinem Wechsel nach München spielte er für Galatasaray, zudem verbrachte er dort die Rückrunde der vergangenen Saison. Auch finanziell könnten einige türkische Topklubs eher in der Lage sein, Boeys vergleichsweise hohes Gehalt zu stemmen.
Eine weitere Möglichkeit wäre Saudi-Arabien. Dort bleibt das Transferfenster sogar noch bis zum 12. Oktober geöffnet.
Die Bayern wollen Boey auf jeden Fall weiterhin abgeben. Findet sich in den kommenden Tagen kein Abnehmer mehr, droht dem Rechtsverteidiger eine Saison ohne echte sportliche Perspektive – während der Rekordmeister weiterhin sein hohes Gehalt bezahlen müsste.

