Die starke Arbeit von Vincent Kompany beim FC Bayern findet auch auf internationaler Ebene Anerkennung. Der 40-Jährige gehört zu den fünf Nominierten für die Auszeichnung als bester Männertrainer des Jahres 2026 im Rahmen der Ballon-d’Or-Awards.
Damit wird vor allem Kompanys erfolgreiche zweite Saison beim deutschen Rekordmeister gewürdigt. Die Münchner gewannen 2025/26 das Double aus deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal und spielten auch in der Champions League lange um den Titel mit.
In der Königsklasse führte Kompany seine Mannschaft bis ins Halbfinale. Auch wenn es dort nicht für den Einzug ins Endspiel reichte, etablierte sich Bayern in der vergangenen Spielzeit wieder endgültig unter den stärksten Mannschaften Europas.
Dass nun auch Kompany persönlich für seine Arbeit ausgezeichnet werden könnte, passt zur Entwicklung der vergangenen beiden Jahre.
Kompanys bemerkenswerter Aufstieg beim FC Bayern
Dabei war die Verpflichtung des Belgiers im Sommer 2024 durchaus mit Fragezeichen verbunden. Kompany war unmittelbar zuvor mit dem FC Burnley aus der Premier League abgestiegen. Dass ausgerechnet der FC Bayern anschließend auf den damals noch vergleichsweise unerfahrenen Trainer setzte, sorgte für viele Diskussionen.
Zwei Jahre später hat sich das Bild grundlegend verändert. Kompany führte die Münchner zurück zu nationalen Titeln und entwickelte gleichzeitig eine Mannschaft, die auch international wieder zu den Topteams zählt.
Vor allem seine offensive Spielidee, das aggressive Gegenpressing und der Umgang mit seinen Spielern haben ihm innerhalb des Vereins viel Anerkennung eingebracht.
Zuletzt schwärmte auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen öffentlich von seinem Trainer und bezeichnete dessen Verpflichtung als „echten Glücksfall“. Kompany besitzt in München einen langfristigen Vertrag bis 2029 und soll die sportliche Entwicklung des Rekordmeisters auch in den kommenden Jahren prägen.
Prominente Konkurrenz für Kompany

Die Konkurrenz im Rennen um die Auszeichnung ist allerdings hochkarätig. Neben Kompany wurden Unai Emery von Aston Villa und Arsenal-Coach Mikel Arteta nominiert.
Hinzu kommen Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente und Luis Enrique von Paris Saint-Germain. Damit trifft der Bayern-Coach auf vier Trainer, die ebenfalls auf eine erfolgreiche Saison beziehungsweise ein erfolgreiches Jahr zurückblicken können.
Für Kompany ist bereits die Aufnahme in den Kreis der letzten fünf eine bemerkenswerte Auszeichnung. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich seine Situation komplett verändert: vom Premier-League-Abstieg mit Burnley hin zu einem Platz unter den Kandidaten für die Wahl zum besten Männertrainer.
Der FC Bayern ist bei den diesjährigen Ballon-d’Or-Awards damit gleich mehrfach prominent vertreten. Zuvor wurde bereits der Verein selbst als einer von fünf Kandidaten für die Auszeichnung zum Männerklub des Jahres bekannt gegeben.
Nun darf sich auch Kompany Hoffnungen auf einen persönlichen Preis machen. Seine Nominierung zeigt jedenfalls: Der erfolgreiche Neuaufbau des FC Bayern unter dem Belgier wird längst auch außerhalb Deutschlands wahrgenommen.

