Nach dem 1:1 des FC Bayern bei Bayer Leverkusen sorgt die Leistung des Schiedsrichterteams für Diskussionen. Trainer Vincent Kompany äußerte nach der Partie deutliche Kritik an mehreren Entscheidungen.
Das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern endete mit einem 1:1, doch sportlich rückte das Ergebnis schnell in den Hintergrund. Mehrere umstrittene Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert sorgten für große Diskussionen – auch bei Bayern-Trainer Vincent Kompany.
Der Belgier stellte nach dem Spiel zunächst die Leistung seiner Mannschaft in den Vordergrund, übte gleichzeitig aber klare Kritik an einzelnen Szenen.
„Ich bin unglaublich stolz auf die Mentalität der Mannschaft heute. Es ist viel passiert, es gab Phasen, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann und die das Spiel beeinflusst haben. Wir haben aus heiterem Himmel eine Rote Karte für Jackson]bekommen. Darüber gibt es keine Diskussion. Über Luchos Platzverweis lässt sich jedoch streiten. Ich kann das nicht nachvollziehen“, sagte Kompany.
Kompany kritisiert mehrere Entscheidungen
Vor allem die Gelb-Rote Karte gegen Luis Diaz in der Schlussphase sorgte für Unverständnis beim Bayern-Coach. Der Offensivspieler war in der 84. Minute nach einem Zweikampf mit Leverkusen-Keeper Blaswich zu Boden gegangen. Schiedsrichter Dingert wertete die Szene als Schwalbe und schickte Diaz mit der zweiten Gelben Karte vom Platz.
Dingert räumte später ein, dass seine Entscheidung zu hart gewesen sei: „Während des Spiels habe ich den Vorfall als Schwalbe wahrgenommen. Das habe ich gesehen. Wenn ich mir die Aufzeichnung jetzt ansehe, ist klar, dass es kein Elfmeter war. Aber die Gelb-Rote Karte war sehr hart. Jetzt würde ich sie nicht mehr geben“, sagte er bei Sky.
Auch zwei aberkannte Treffer der Münchner sorgten für Diskussionen. Sowohl Jonathan Tah als auch Harry Kane bekamen den Ball unmittelbar vor einer Torerzielung an den Arm, weshalb Dingert nach VAR-Überprüfung beide Treffer zurücknahm.
Für Kompany sind diese Entscheidungen schwer nachvollziehbar: „Was Jonathan Tahs Tor angeht: Was hätte er tun sollen? Der Ball prallte von seinem Arm auf seinen Fuß, es gab keine Bewegung. Wer schon mal Fußball gespielt hat, weiß, wovon ich rede. Was Harrys Tor angeht, kann ich es auch nicht nachvollziehen. Für mich war es ein klares Tor. Ich weiß nicht, was er hätte tun sollen.“
Bayern zeigt Moral in Unterzahl
Unstrittig blieb dagegen der Platzverweis gegen Nicolas Jackson in der 41. Minute. Der Angreifer kam gegen Terrier zu spät und traf seinen Gegenspieler am Knöchel.
Trotz der turbulenten Partie und mehrerer strittiger Entscheidungen zeigte der FC Bayern große Moral. Nach der frühen Führung durch Aleix Garcia (6.) gelang Luis Diaz in der 69. Minute der Ausgleich für die Münchner.

Am Ende stand ein 1:1 in Leverkusen – und ein Bayern-Trainer, der zwar stolz auf seine Mannschaft war, aber mit mehreren Entscheidungen des Schiedsrichterteams haderte.
„Wie gesagt, ich bin stolz, aber es gab Situationen, in denen man unterschiedlicher Meinung sein kann“, resümierte der 39-Jährige.

