Tom Bischof gehört zu den Gewinnern der bisherigen Saisonvorbereitung beim FC Bayern. Der 21-Jährige nutzte die Abwesenheit zahlreicher WM-Fahrer und überzeugte zuletzt auch beim 2:1 gegen Aston Villa. Besonders interessant: Bischof soll künftig verstärkt auf seiner Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden. Damit erhöht sich der Druck auf Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic.
Während Kimmich und Pavlovic nach ihrem verlängerten WM-Urlaub erst nach und nach wieder ins Mannschaftstraining integriert wurden, konnte Bischof die komplette Vorbereitung nutzen. Gegen Aston Villa gehörte der deutsche U21-Nationalspieler erneut zu den auffälligsten Münchnern.
Nach dem Abschied von Leon Goretzka ist zudem eine Position im zentralen Mittelfeld frei geworden. Bischof macht kein Hehl daraus, dass er diese Chance nutzen möchte. „Ich weiß, dass ich für die Sechs, für das Zentrum eingeplant bin“, erklärte der 21-Jährige zuletzt. Gleichzeitig betonte er, weiterhin für andere Rollen zur Verfügung zu stehen.
Druck auf Kimmich und Pavlovic wächst
Für Vincent Kompany entsteht dadurch eine komfortable Situation. Setzt der Belgier weiterhin überwiegend auf eine Doppelsechs, konkurrieren mit Kimmich, Pavlovic und Bischof drei hochklassige Spieler um zwei Positionen.
Kimmich dürfte aufgrund seines Stellenwerts zunächst gesetzt sein. Auch Pavlovic hat sich in den vergangenen Jahren einen hohen Status erarbeitet. Dennoch könnte Bischof deutlich mehr sein als lediglich ein Ergänzungsspieler.
Vor allem die enorme Anzahl an Pflichtspielen spricht dafür, dass Kompany regelmäßig rotieren wird. Sollte Bischof seine starken Leistungen bestätigen, könnte er dabei durchaus häufiger in der Startelf auftauchen.
Bischof nimmt den Konkurrenzkampf an

Der 21-Jährige selbst scheut das Duell mit seinen prominenten Teamkollegen keineswegs. „Im Zentrum spornen Pavlo, Jo Kimmich und ich uns gegenseitig an. Jeder will spielen, dadurch werden alle besser und das hilft der ganzen Mannschaft“, erklärte er.
Bischof fügte selbstbewusst hinzu: „Ich traue mir diese Rolle definitiv zu.“
Zum Saisonstart spricht vieles dafür, dass Kimmich und Pavlovic zunächst die Nase vorne haben. Bischof hat während der Vorbereitung allerdings deutlich gemacht, dass sich die beiden Nationalspieler ihrer Stammplätze nicht dauerhaft sicher sein können.
Für Kompany ist das eine ausgesprochen angenehme Entwicklung: Statt nach Goretzkas Abschied an Qualität zu verlieren, könnte sich im Bayern-Zentrum ein neuer Dreikampf entwickeln.

