Keine News verpassenFCBinside App Download
Zum Inhalt springen
0
IMAGO

„Ganz in Ruhe anschauen“: Bayern-Boss lässt Tür für Wintertransfers offen

Von Sebastian Mittag · · 3 Min Lesezeit

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen

Beim FC Bayern bleibt die Frage nach möglichen Wintertransfers weiterhin offen. Die zahlreichen Verletzungen der vergangenen Wochen haben deutlich gemacht, dass der Kader des deutschen Rekordmeisters auf einigen Positionen nur begrenzte Alternativen bietet. Sportvorstand Max Eberl will dennoch keine voreiligen Entscheidungen treffen. Vor allem die bevorstehende Rückkehr von Jamal Musiala und Luis Díaz spielt bei den Überlegungen eine wichtige Rolle.

Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel gegen Mainz 05 äußerte sich der 53-Jährige bei DAZN zur aktuellen Transferplanung. Dabei machte Eberl deutlich, dass die Münchner zunächst abwarten möchten, wie sich die Personalsituation nach der anstehenden Länderspielpause entwickelt.

„Das werden wir uns ganz in Ruhe anschauen. Jetzt kommt nach der Länderspielpause Jamal zurück. Es kommt Diaz zurück“, erklärte der Bayern-Boss. Damit deutete Eberl an, dass die Rückkehr der beiden Offensivstars den Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt deutlich reduzieren könnte.

Eberl verweist auf starke Leistung gegen Atlético

Dass die Bayern auch mit einem stark ausgedünnten Kader konkurrenzfähig sind, hat die Mannschaft zuletzt eindrucksvoll bewiesen.

Beim 2:0-Auswärtssieg gegen Atlético Madrid mussten die Münchner gleich auf mehrere wichtige Offensivspieler verzichten. Dennoch überzeugte die Mannschaft von Interimscoach Aaron Danks mit einer geschlossenen Leistung und sicherte sich drei wichtige Punkte in der Champions League.

Für Eberl ist dieser Erfolg ein Beleg dafür, dass die Qualität des vorhandenen Personals weiterhin hoch ist.

Allerdings weiß auch der Sportvorstand, dass die Belastung durch den engen Spielplan nicht unterschätzt werden darf. Gerade bei Partien im Dreitagesrhythmus benötigen die Bayern ausreichend Alternativen, um ihre Leistungsträger regelmäßig entlasten zu können.

Die Verantwortlichen wollen deshalb genau prüfen, ob der bestehende Kader für die zweite Saisonhälfte ausreichend besetzt ist.

Eine grundsätzliche Absage an Wintertransfers ist aus Eberls Aussagen jedenfalls nicht herauszulesen.

Bereits vor der Reise nach Madrid hatte der Bayern-Boss bestätigt, dass die Münchner den Transfermarkt weiterhin beobachten. Gleichzeitig betonte er das Vertrauen in die aktuelle Mannschaft.

Musiala und Díaz könnten Transferbedarf reduzieren

Jamal Musiala
Getty Images

Entscheidend dürfte nun sein, wie schnell die verletzten Offensivspieler wieder vollständig zur Verfügung stehen.

Jamal Musiala hat nach seiner Muskelverletzung bereits einen wichtigen Schritt gemacht. Der deutsche Nationalspieler nahm am Donnerstag erstmals wieder am Mannschaftstraining teil.

Auch Luis Díaz arbeitet an seinem Comeback. Der Kolumbianer absolvierte zuletzt erste individuelle Einheiten und soll nach der Länderspielpause wieder vollständig ins Teamtraining integriert werden.

Deutlich länger müssen die Münchner dagegen auf Serge Gnabry und Ismael Saibari verzichten.

Während Gnabry nach bisherigen Einschätzungen bis zur Winterpause ausfallen könnte, wird Saibari nach seinem Syndesmosebandriss voraussichtlich noch länger fehlen.

Besonders auf dem linken Flügel könnte deshalb weiterhin Handlungsbedarf bestehen.

Nach Informationen von Sky beschäftigen sich die Bayern mit verschiedenen Möglichkeiten, um die Offensive im Winter zu verstärken. Denkbar wären demnach sowohl eine Leihe als auch das Vorziehen eines ursprünglich für den Sommer geplanten Transfers.

Zuletzt wurden unter anderem Oskar Pietuszewski vom FC Porto und Chelsea-Talent Estêvão mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht.

Ob die Münchner tatsächlich aktiv werden, dürfte maßgeblich von der Entwicklung der verletzten Spieler abhängen.

Eberl setzt vorerst auf Geduld. Sollten Musiala und Díaz wie erhofft zurückkehren, könnten die Bayern zunächst auf eine interne Lösung vertrauen. Bleibt die Personaldecke dagegen angespannt, dürfte die Diskussion über Wintertransfers schnell wieder an Fahrt aufnehmen.

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen

0 Kommentare

Mehr Transfers