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Ausgeklügelter Transferplan: So schnappte sich der FC Bayern Serge Gnabry

Serge Gnabry
Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Serge Gnabry hat sich in den vergangenen knapp 1,5 Jahren zu einem echten Leistungsträger beim FC Bayern entwickelt. Der 24-jährige Offensivspieler stand schon 2016 auf dem Wunschzettel des FCB und landete über die „geplanten“ Umwege Werder Bremen und die TSG Hoffenheim letztendlich beim deutschen Rekordmeister. Laut der Sport BILD haben die Verantwortlichen in München den Gnabry-Transfer damals penibel geplant.

Vergangene Woche hatte sich Ex-Arsenal-Manager öffentlich darüber beklagt, dass der FC Bayern den Transfer von Serge Gnabry von den Gunners zu Werder Bremen im Sommer 2016 „manipuliert“ hätte. Nach Informationen der Sport BILD waren die Münchner damals in der Tat bereits an Gnabry dran und haben sich mit Bremen auf einen Deal eingelassen. Dadurch wurde der deutsche Nationalspieler zu einem echten Schnäppchen für den FCB

Über Bremen und Hoffenheim: Gnabrys Weg nach München

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Bei den Olympischen Spielen 2016 gelang Serge Gnabry der „große Durchbruch“ auf der internationale Bühne. Mit 6 Toren in 6 Spielen war der Flügelflitzer maßgeblich daran beteiligt, dass die deutsche Auswahl bis ins Finale kam und sich dort Brasilien erst im Elfmeterschießen geschlagen geben musste. Die starken Leistungen in Rio haben dazu geführt, dass auch der FC Bayern ein Auge auf Serge Gnabry geworfen hat.

Der damalige FCB-Kaderplaner Michael Reschke und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge machten sprachen sich damals relativ schnell für eine Verpflichtung des vielversprechenden Talents aus und überlegten sich eine entsprechende Strategie. Laut der Sport BILD hatten die Münchner damals von Anfang an den Plan Gnabry über eine „Zwischenstation“ zu verpflichten. Die Vorteile lagen auf der Hand: Die Verhandlungen mit dem FC Arsenal waren deutlich einfacher, vor allem mit Blick auf den Preis. Zudem hat Gnabry die Gelegenheit erhalten sich in Ruhe weiter zu entwickeln.

Zu diesem Zeitpunkt kam Werder Bremen ins Spiel. Die Hanseaten waren ebenfalls an Gnabry interessiert. Hätten im Wettbieten mit den Bayern jedoch aller Voraussicht nach den kürzeren gezogen. Am Ende einigten sich die Bayern und Bremen auf einen Deal. Gnabry würde zunächst zu Werder wechseln und nach einem Jahr zum FCB. Somit hatte Werder für ein Jahr seinen Wunschspieler bekommen und beim Weitertransfer nach München noch eine Million Euro Gewinn erzielt.

Schon damals machten Gerüchte die Runde, dass Bremen nur eine Zwischenstation für Gnabry sei und der FCB die „Transferrechte“ an ihm halten würde. Bremens Sportdirektor Frank Baumann dementierte solch eine Vereinbarung und auch Jahre später bleibt er bei dieser Darstellung.

Serge Gnabry: Mein Ziel war es immer für den FC Bayern zu spielen

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Am Ende ging der FCB-Transferplan auf: Gnabry wechselte im Sommer 2017, nach nur einem Jahr in Bremen, zu den Münchnern und wurde direkt an die TSG Hoffenheim verliehen. Dort sammelte er weitere Spielpraxis, bis er 2018 dann endlich beim FC Bayern landete und seine Chance bekam.

Gnabry selbst äußerte sich vor kurzem zu seinem Werdegang und betonte, dass dies genau de richtige Weg gewesen sei: „Die Entscheidung Bremen war damals goldrichtig für mich. Nach meinem Treffen mit Julian Nagelsmann wollte ich als nächste Station in meiner Karriere Hoffenheim. Es gab andere Angebote, aber dort konnte ich mich am besten entwickeln. Ich wusste, dass Bayern auch Interesse hatte. Aber der Schritt nach München wäre zu groß gewesen. Mein Ziel war es dennoch immer, das einmal zu schaffen.“

Mittlerweile hat sich Gnabry zu einem Leistungsträger beim FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft entwickelt. Auch finanziell hat sich der Gnabry-Deal für den FCB gelohnt, laut transfermarkt.de liegt dessen Marktwert aktuell bei 60 Millionen Euro.