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Hoeneß-Nachfolger Herbert Hainer träumt vom Champions League-Gewinn

Herbert Hainer
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In knapp einem Monat soll Herbert Hainer auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern zum neuen Präsidenten und Nachfolger von Uli Hoeneß gewählt werden. Im Interview mit FC Bayern TV äußerte sich der 65-jährige über seine Ziele und Ambitionen als designierter FCB-Präsident. Hainer betonte dabei, dass er „ein Präsident für alle“ sein möchte. Zudem unterstrich er, wie sein Vorgänger bereits, dass der deutschen Rekordmeister den Transferwahnsinn von vielen europäischen Top-Klubs nicht mitmachen wird.

Als Uli Hoeneß Ende Juli bekannt gab, dass er zum Ende des Jahres sein Amt als Präsident beim FC Bayern niederlegen wird bzw. nicht mehr für eine neue Wahl zur Verfügung steht, gab es keine wirklichen Spekulationen darüber werden dessen Nachfolge antreten wird. Hoeneß selbst hat mit Ex-Adidas-Chef Herbert Hainer seinen Nachfolger ins Spiel gebracht und positioniert. Der 65-jährige ist bis dato der einzige Kandidat und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am 15. November, auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern, auch zum neuen Präsidenten gewählt.

Im Video-Interview mit FC Bayern TV hat sich Hainer am Mittwoch zu vielen Themen und Fragen geäußert die sein Tun und Handeln als FCB-Präsident betreffen. Auch wenn der Fussball beim FCB laut Hainer im „Rampenlicht“ stehe, sieht er sich als Präsident für alle Bereiche innerhalb des FC Bayern, vom Schach bis hin zum Basketball.

Hainer über die aktuelle Entwicklungen auf dem Transfermarkt: Wir müssen nicht jeden finanziellen Wahnsinn mitmachen

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Knapp 15 Jahre hat Hainer als Vorstandsvorsitzender die Geschicke beim deutschen Sportartikel-Hersteller Adidas geleitet. In dieser Zeit hat er auch eng mit dem FC Bayern zusammengearbeitet und weiß ganz genau was auf ihn zukommen wird als neuer FCB-Präsident. Hainer bezeichnet sich selbst als „Oldschool Fussballfan“, der nach wie vor große Freude daran hat ein Fussballspiel live zu verfolgen. Am liebsten tut er dass eigenen Aussagen zufolge „in Ruhe und ohne großen Trubel“ um ihn herum. Auf die Frage welchen Erfolg er als Präsident gerne mit dem FC Bayern erleben würde betonte er, dass er gerne „die Champions Leage gewinnen würde und das am liebsten im Finale gegen den FC Barcelona.“

Wie Uli Hoeneß auch, wird sich Hainer in Zukunft der Frage stellen müssen, wie der FCB mit den aktuellen Entwicklungen im europäischen Spitzenfussball umgeht, allen voran mit dem immer skurrileren Ablösesummen. Das einstige Alleinstellungsmerkmal „Festgeldkonto“ gibt es laut Hainer nicht mehr, da immer mehr Vereine in Europa in der Lage sind Transferausgaben in Höhe von 200 Millionen Euro zu stemmen. Der designierte Präsident möchte eine Balance zwischen „Star-Transfers“ und eigener Nachwuchsarbeit finden: „Eigene, junge Talente auszubilden ist natürlich das Ziel, aber das alleine wird aller Voraussicht nach jedoch nicht ausreichen.“ Auch wenn die aktuelle Tendenz lautet „höher, schneller, weiter“, wird der FCB laut Hainer dieses Spiel nicht um jeden Preis mitmachen: „Wir müssen nicht jeden finanziellen Wahnsinn mitmachen.“

Das gesamte Interview kann man sich hier kostenlos und in voller Länger auf FC Bayern TV anschauen.