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Trainer-Suche beim FC Bayern: Spieler sprechen sich für Hansi Flick aus

Hansi Flick und Benjamin Pavard
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Interimstrainer Hansi Flick wird laut Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge „bis auf weiteres“ Cheftrainer beim FC Bayern bleiben. Wie lange ist derzeit noch offen. Während Fans und Medien über die Zukunft von Flick beim deutschen Rekordmeister spekulieren, haben sich die FCB-Spieler bereits klar positioniert. Leistungsträger wie Robert Lewandowski und Joshua Kimmich sehen in Flick eine Dauerlösung.

Die Trainer-Suche beim FC Bayern dauert erst knapp eine Woche an und schon gab es zahlreiche Höhen und Tiefen. Mit Erik ten Hag, Thomas Tuchel und Ralf Rangnick haben binnen weniger Tage gleich drei potenzielle Kandidaten den Münchner öffentlich eine Absage erteilt. Darüber hinaus gab es ein komisches „Intermezzo“ mit Arsene Wenger, der vergangene Woche als aussichtsreichster Kandidat galt und dann plötzlich eine Absage von den Bayern erhielt.

Nach dem furiosen Auftritt der Bayern beim 4:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund werden immer Stimmen lauter, die Hansi Flick als „dauerhafte“ Lösung präferieren. Der 54-jährige erhielt nach dem BVB-Spiel das Mandat von Karl-Heinz Rummenigge „bis auf weiteres“ die Mannschaft zu führen. Während die Verantwortlichen sich wohl noch unsicher ist, wie lange Flick weitermachen soll und kann, haben die Spieler sich bereits klar und deutlich zum Interimstrainer bekannt.

Lewandowski & Co. wollen mit Flick weiter zusammenarbeiten

Uli Hoeneß hat im ZDF-Sportstudio am vergangenen Samstag nochmals zur Entlassung von Niko Kovac geäußert und dabei einen tieferen Einblick in die Gründe für diese Entscheidung gewährt. Laut dem scheidenden Präsidenten haben sich große Teile der Mannschaft gegen Kovac gestellt, was letztendlich den Ausschlag gegeben hat: „Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weghaben wollten. Deswegen hat die Führung entsprechend reagiert.“

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Genau diese Strömungen haben sich nun Pro-Flick positioniert. Kovac-Reservist Thomas Müller ist unter Flick wieder gesetzt und betonte nach dem Spiel gegen den BVB, was die Gründe für den „Flick-Effekt“ sind: „Es hat Spaß gemacht. Die Mannschaft hat gezeigt, dass wir uns mit seinen Ideen wohlfühlen. Es ist immer schön, wenn ein Trainer absolut auf einen setzt.“

Auch David Alaba lobte Flick explizit für dessen Einsatz in den vergangenen Tagen: „Er hat uns sehr gut eingestellt und in der sehr kurzen Zeit an den richtigen Schrauben gedreht – taktisch wie auch mental.“

Leon Goretzka gehört neben Thomas Müller und Javier Martinez zu den großen Gewinnern unter Flick und sprach sich nach dem Dortmund-Spiel deutlich für den Interimstrainer aus: „Er hat die Grundhaltung verändert, insgesamt die Art und Weise, wie wir verteidigen wollen. Sein Anteil an den zwei Siegen ist groß. Es spricht mit Sicherheit nichts dagegen, erstmal mit ihm weiterzumachen.“

Top-Torjäger Robert Lewandowski kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit Flick ebenfalls sehr gut vorstellen: „Wir haben in wenig Zeit viele Sachen verbessert. Er hat uns dabei sehr geholfen. Wir haben auch direkt verstanden, was wir machen sollen. Die Mannschaft hat super gespielt. Das ist eine gute Option! Er kann uns helfen.“

Salihamidzic kündigt Gespräche mit Flick an

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Kapitän Manuel Neuer betonte nach dem Sieg gegen Dortmund welche Stärken Flick mitbringt: „Er ist ein Menschenfänger, hat einen guten Draht zu uns Spielern.“ Auch der 33-jährige sprach sich deutlich für Flick aus: „Er hat viel versucht uns mit auf den Weg zu geben und es hat gut funktioniert. So kann es auf jeden Fall weitergehen.“

Joshua Kimmich, der lange Zeit als Kovac-Befürworter galt, lobte vor allem die taktischen Veränderungen in der Defensive die Flick eingeführt: „Ich fand’s gut, dass er gerade in der Defensive in der Herangehensweise Strukturen und feste Abläufe festgelegt hat. Jeder wusste auf dem Platz, was zu tun ist.“

Während Flick von allen Seiten mit Komplimenten überhäuft wird, hat dieser sich nach dem Spiel gegen den BVB dezent zurückgehalten in Sachen Zukunft. Flick betonte, dass die Verantwortlichen in der Länderspielpause nun an der Reihe sind Entscheidungen für den Klub zu treffen. Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic kündigte bereits an, dass er auch Gespräche mit Flick führen wird über dessen zukünftige Rolle beim deutschen Rekordmeister: „Wir müssen erstmal mit ihm sprechen.“