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Personalnot in der FCB-Offensive: Erhält Youngster Dajaku eine Chance bei den Profis?

Leon Dajaku
Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Erhält mit Leon Dajaku der nächste FCB-Youngster in dieser Saison eine Gelegenheit sich bei den Profis zu beweisen? Der „Flügel-Notstand“ in München könnte den 18-jährigen Offensivspieler eine ähnliche Chance ermöglichen wie zuletzt Alphonso Davies und Joshua Zirkzee. Dessen Berater und Ex-Bundesliga-Profi Kevin Kuranyi traut seinem Schützling durchaus zu als Gnabry-Backup zu agieren.

Die angespannte personelle Situation auf den offensiven Flügeln bereitet Hansi Flick derzeit sicherlich die eine oder andere „schlaflose Nacht“. Mit Kingsley Coman und Serge Gnabrx fallen die beiden etatmäßigen Außenstürmer verletzugsbedingt aus und werden den Rückrunden-Auftakt gegen Hertha BSC Berlin definitiv verpassen. Wann die beiden wieder einsatzbereit sind, ist derzeit nur schwer einzuschätzen.

Flick hofft nach wie vor auf einen Winter-Neuzugang um den personellen Engpass auf den Flügeln entgegen zu wirken, die Ausgangslage dafür ist laut Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic jedoch aber alles andere als optimal. Neben einer Neuverpflichtung hat der FCB mit Nachwuchstalent Leon Dajaku aber auch eine weitere Option. Der 18-jährige Offensivspieler feierte Ende des vergangenen Jahres sein Bundesliga-Debüt unter Flick und könnte ähnlich wie Davies und Zirkzee zum Rückrunden-Auftakt in das kalte Wasser geworfen werden.

Wird aus der Not die nächste Tugend beim FCB gemacht?

Nicht allen Bayern-Fans dürfte der Name Leon Dajaku etwas sagen. Der deutsche U19-Nationalspieler wechselte vergangenen Sommer für 1,5 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu den Bayern-Amateuren und hat sich auf Anhieb einen Stammplatz im Team von Sebastian Hoeneß erkämpft. Mit 3 Toren und 4 Vorlagen in 19 Spielen hat Dajaku eine „ordentliche“ Hinserie absolviert und durfte zuletzt mit den FCB-Profis ins Winter-Traininslager nach Doha reisen.

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Der gebürtige Waiblinger feierte im letzten Spiel des vergangenen Jahres, beim 2:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg, zudem sein Bundesliga-Debüt für die Bayern. Auch wenn Dajaku dabei nur eine Minute auf dem Platz stand, war dies sicherlich ein weiterer Schritt in Richtung Bayern-Profis. Aufgrund der aktuellen Personalnot auf den Flügeln, könnte Dajaku in der Rückrunde unter Umständen mehr Einsatzzeiten erhalten. Mit Ivan Perisic, Philippe Coutinho und Thomas Müller stehen Hansi Flick derzeit nur noch drei offensive Mittelfeldspieler zur Verfügung. Zwei davon (Coutinho und Müller) fühlen sich auf den Außen alles andere als wohl. Perisic wird zudem bereits als Coman-Ersatz auf links benötigt.

Auch wenn Dajaku vermutlich kein Mann für die erste Elf ist, spielt dieser in den Überlegungen von Flick, z.B. als Joker, sicherlich eine Rolle. Bei Joshua Zirkzee ist dieser Plan kurz vor dem Jahreswechsel prima aufgegangen. Auch Alphonso Davies hat sich „aus dem nichts“ plötzlich einen Stammplatz als Linksverteidiger erkämpft und dabei von den verletzungsbedingten Ausfällen in der Defensive profitiert.

Dajaku-Berater Kevin Kuranyi äußerte sich zuletzt wie folgt über seinen Schützling und dessen Chancen auf einen Durchbruch beim deutschen Rekordmeister: „Na klar. Aber man muss einem jungen Spieler Zeit geben. Ich traue Leon vieles zu, aber man sollte den Ball flach halten und dem Jungen nicht zusätzlich Druck machen.“