Torwart-Legende stärkt Neuer den Rücken: „Er gehört weiter zur Spitze“

Sebastian Mittag
Foto: Getty Images

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Die Diskussionen um Manuel Neuer reißen kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft nicht ab. Während Kritiker die Fitness des Bayern-Kapitäns hinterfragen, erhält der 40-Jährige nun prominente Unterstützung von einer echten Torwart-Legende.

Manuel Neuer zählt zu den großen Themen im deutschen WM-Lager. Trotz seiner jüngsten Wadenprobleme setzt Bundestrainer Julian Nagelsmann beim Turnier in Nordamerika auf die Erfahrung des Weltmeisters von 2014. Nicht jeder kann diese Entscheidung nachvollziehen, doch nun hat sich einer der größten Torhüter der Fußballgeschichte klar auf die Seite des Bayern-Stars gestellt.


Im Gespräch mit der Sport BILD verteidigte Dino Zoff die Nominierung Neuers ausdrücklich. Der ehemalige italienische Nationaltorwart weiß aus eigener Erfahrung, wie man auch mit 40 Jahren noch auf höchstem Niveau performen kann. Zoff führte Italien 1982 als Kapitän zum WM-Titel und hält bis heute den Rekord als ältester Weltmeister der Fußballgeschichte.

„Die richtige Entscheidung“

Für den inzwischen 84-Jährigen besteht kein Zweifel daran, dass Nagelsmann die richtige Wahl getroffen hat. „Die Nominierung war auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, betonte Zoff.

Aus seiner Sicht spielt das Alter eines Torhüters nur eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sei vielmehr, ob ein Keeper weiterhin die nötige Qualität mitbringt. Genau das sieht Zoff bei Neuer nach wie vor gegeben.

Als Beleg verweist der Italiener auf die Leistungen des Bayern-Keepers auf internationaler Bühne: „Neuer ist selbst mit 40 Jahren noch ein außergewöhnlicher Torwart. Das hat er in den Champions-League-Spielen gegen Real Madrid und Paris St. Germain doch unter Beweis gestellt.“

Besonders die mentale Komponente hebt Zoff hervor. Anders als bei Feldspielern stehe bei Torhütern nicht die Laufleistung im Vordergrund. „Im Gegensatz zu einem Feldspieler muss man nicht so viel laufen. Entscheidend ist der Kopf: Man muss mental bereit und stark sein. Und das ist Neuer“, erklärte der ehemalige Weltmeister.

Genau diese Erfahrung und mentale Stärke waren offenbar auch für Julian Nagelsmann ausschlaggebend, Neuer nach dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft wieder zurückzuholen.

Neuer arbeitet am WM-Comeback

Manuel Neuer
Foto: IMAGO

Fakt ist allerdings auch: Ganz ohne Fragezeichen reist Neuer nicht zur Weltmeisterschaft.

Der Bayern-Kapitän hatte in den vergangenen Wochen erneut mit Wadenproblemen zu kämpfen und verpasste deshalb die Testspiele gegen Finnland und die USA. Inzwischen befindet sich der 40-Jährige jedoch wieder im Mannschaftstraining und arbeitet intensiv an seinem Comeback.

Alles deutet derzeit darauf hin, dass Neuer beim WM-Auftakt gegen Curaçao zwischen den Pfosten stehen wird. Für die deutsche Nationalmannschaft wäre das ein wichtiges Signal.

Für Dino Zoff zählt Neuer weiterhin zur absoluten Weltspitze.

„Er ist fußballerisch sehr gut, er ist auf der Linie und auch bei hohen Bällen noch stark“, erklärte die Torwart-Legende und ergänzte: „Die Angreifer haben Respekt vor ihm. Ein Torwart muss Autorität ausstrahlen und das macht Neuer.“

Mit seiner Erfahrung, seiner Ausstrahlung und seiner Qualität könnte der Bayern-Keeper bei der Weltmeisterschaft erneut zu einem entscheidenden Faktor für die DFB-Elf werden. Genau darauf setzt nicht nur Julian Nagelsmann, sondern auch einer der größten Torhüter aller Zeiten.

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