FC Bayern News

Hoeneß über Corona-Krise: „Müssen lernen geduldig zu sein“

Uli Hoeneß
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Beim 1.000 Doppelpass, der am heutigen Sonntag gewohnt um 11:00 Uhr stattfand, wurde über die Folgen der Corona-Ausweitung diskutiert. Auch der Ehrenpräsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, meldete sich per Liveschalte zu Wort. 

Ein Zeitpunkt, wann wieder gespielt werden kann, konnte auch Uli Hoeneß nicht sagen. „Kein Mensch weiß, wann wieder gespielt werden kann. Es ist wichtig, dass man innehält, dass man nachdenkt.“

Hoeneß – „Bundesliga ist nicht das wichtigste“

Der vom runden Leder besessene Ex-Präsident des deutschen Rekordmeisters betont, dass die Bundesliga in Deutschland zwar einen hohen Stellenwert besitzt, aber bei weitem nicht das wichtigste in der Gesellschaft sei. „Denken Sie an Italien – da werden Beatmungsgeräte abgeschaltet. Das sind Probleme. Wir müssen uns nicht fragen, wann die Bundesliga wieder losgeht. Wir müssen runterfahren. Jeder muss diszipliniert mitarbeiten. Für diese Situation gibt es kein Handbuch. Jeder muss in seinem Umfeld dafür sorgen, dass es möglichst wenig Ansteckungen gibt.“

Der 68-Jährige fordert eine Verschiebung/Absage der Europameisterschaft im kommenden Sommer. „Es macht überhaupt keinen Sinn zu spielen. Da soll in zwölf Nationen gespielt werden. Da muss man der Realität ins Auge schauen.“

Bedeutende Worte lieferte Hoeneß zum Ende seiner Rede. Er stehe für „Solidarität“, weshalb man sich untereinander helfen sollte. „Ich bin immer für Solidarität. Die Großen müssen den Kleinen helfen, die Deutschen den Italienern. Für Europa ist das eine große Chance, sich zu solidarisieren.“

Der Auftritt Hoeneß erntete viel Lob in den sozialen Netzwerken und zeigt, dass er nicht der „selbstverliebte Schnösel“ ist, wie er oft gerne betitelt wird.