Bundesliga

Fitness-Experte warnt: „Neustart wird hohes Verletzungsrisiko mit sich ziehen“

Kingsley Coman
Foto: imago images

Am kommenden Samstag wird die Fussball Bundesliga ihren Spielbetrieb nach mehrwöchiger Corona-Pause wieder aufnehmen. Die Teams sind verpflichtet, sich an die Regeln zu halten, um ein Infektionsrisiko zu niedrig wie möglich zu halten. Doch die normalen Verletzungen machen auch nicht vor Covid-19 halt, weshalb der Fitness-Experte Christian Kolodziej – aufgrund der schnellen Rückkehr in den Spielbetrieb – von einer höheren Verletzungsgefahr ausgeht.

Kolodziej steht aktuell als Konditions- und Athletiktrainer beim FC Zürich unter Vertrag. Zuvor bekleidete er selbige Position von 2017 – 2019 beim FC Vaduz und von 2010 – 2015 gar in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt. Die verkürzte Vorbereitungszeit sei ein Problem für Spieler und Akteure betonte Kolodziej kurz vor dem Bundesliga Restart.

„Erhöhte Anzahl an Muskelverletzungen“

In einem Interview mit dem „Kicker“ erörtert der 51-Jährige seine Bedenken. „Soweit ich von Kollegen informiert bin, gab es schon beim Übergang vom Individual- ins Kleingruppen-Training eine erhöhte Anzahl an muskulären Problemen.“ Im Elf-gegen-elf „kann das noch zunehmen“, da die Belastungen hier noch einem erhöht werden.

Eine optimale Vorbereitung sehe anders auch. Die Vereine haben lediglich knapp eine Woche Vorbereitungszeit mit der Mannschaft. Optimal sei eine Vorbereitungszeit von vier Wochen, was auch beispielsweise Cheftrainer Julen Lopetegui vom FC Sevilla gefordert hatte. Allerdings ist die Bundesliga, aufgrund der finanziell prekären Situation vieler Mannschaften, so schnell wie möglich zurückgekehrt. Man muss aus zweiseitiger Sichtweise hoffen, dass das Experiment gut geht. Kolodziej rät den Spielern: „Sie müssen das Beste daraus machen. Wenn die Spiele laufen, werden Regeneration und Rotation eine wesentliche Rolle spielen“.