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„Wer hat dem Dicken den Ball gegeben?“ – Schweinsteiger plaudert aus dem Nähkästchen

Bastian Schweinsteiger
Foto: imago images

Seit Bastian Schweinsteiger 2019 bei Chicago Fire seine Karriere beendet hat, genießt er seine Zeit als Familienvater und steht nur noch selten in der Öffentlichkeit. Mit seiner Frau und Tennisspielerin Ana Ivanovic hat er mittlerweile zwei kleine Söhne, die seinen Lebens-Mittelpunkt bestimmen. Für die ARD ist er derzeit bei Live-Übertragungen der deutschen Fußballnationalmannschaft Experte.

Für das DFL-Magazin stand er jetzt Rede und Antwort und erzählte ein paar interessante Anekdoten aus seiner aktiven Karriere – inklusive gefärbter Haare.

Bastian Schweinsteiger war (vor allem in seinen jungen Jahren) immer ein Freund von neuen Frisuren. Von blonden Strähnchen über komplett wasserstoffblond bis hin zum gewagten Irokesen konnte der ehemalige „Fußballgott“ alles tragen. Im Interview mit dem DFL-Magazin erzählt „Schweini“ aber auch eine Story aus seiner Jugendzeit beim FC Bayern, in der er seine Haare schwarz färbte. Sehr zum Missfallen vom damaligen Jugend- und heutigen Co-Trainer des Rekordmeisters Hermann Gerland.

„Heute läufst du so lange Runden, bis die schwarze Farbe wieder raus ist“

Das der knurrige Bochumer eher als der praktische Typ gilt, dürfte ihm wohl die Kinnlade runtergefallen sein, als der junge Bastian eines Morgens im FCB-Jugendhaus mit der neuen Haarpracht zum Frühstück erschien: „Um Gottes willen, wie siehst du denn aus!“, soll der Gerland reagiert haben. Schweinsteiger antwortete nur, dass er „mal was anderes machen“ wolle. Woraufhin ihm der „Tiger“ gleich mal proaktiv eine Trainingsstrafe aufbrummte: „Heute läufst du so lange Runden, bis die schwarze Farbe wieder raus ist.“ Das alles ist aber wohl eher mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Bei einer Anekdote zum ehemaligen Jugendkollegen Zvjezdan Misimovic war wohl aber alles ernst gemeint. In seiner Anfangszeit im Jugendbereich beim FC Bayern hatte der Bosnier oft mit Übergewicht zu kämpfen. Daraufhin soll Hermann Gerland eine Idee entwickelt haben, um die überschüssigen Pfunde beim späteren Edeltechniker loszuwerden. Er verbot in den Trainingsspielen jeglichen Ballkontakt von Misimovic, so dass dieser gezwungen war, deutlich mehr zu laufen als alle anderen.

Und wenn „Zwetschge“ doch mal einen Ball bekam, rief Hermann Gerland: „Wer hat dem Dicken den Ball gegeben?“

Die Methoden zahlten sich aus! Misimovic, der über die Stationen Bochum und Nürnberg zum VfL Wolfsburg kam, wurde dort 2008/09 Deutscher Meister unter Felix Magath. In dieser Spielzeit gelangen ihm 20 Assists, was bis 2014/15 (De Bruyne, 21 Assists) sogar BL-Rekord war. Häufigste Abnehmer waren der Wolfsburger Traum-Sturm Edin Dzeko und Grafite, die zusammen 54 Tore erzielten.

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