Der Wechselfehler der Bayern beim 4:1-Erfolg im Spiel beim SC Freiburg könnte Folgen für die Münchner haben. Die Breisgauer haben offiziell Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Die Bayern haben nun reagiert und zeigen sich selbstbewusst.
Spieler und Verantwortlichen beim FC Bayern hatten unmittelbar nach dem Spiel bereits betont, dass man nicht davon ausgeht, dass der Wechselfehler, bei dem der FCB wenige Sekunden 12 Spieler auf dem Platz hatte, Konsequenzen haben wird.
“Wir sind nicht überrascht”
Nach dem der SC Freiburg am Montag bekanntgegeben hat, dass man Protest gegen die Spielwertung einlegen wird, bleiben die Bayern weiterhin gelassen. Dr. Michael Gerlinger, Direktor Recht, Personal und institutionelle Beziehungen, äußerte sich gegenüber der “dpa” wie folgt dazu: “Wir sind davon überzeugt, dass das Sportgericht des DFB vorschriftsmäßig nur zu einer Entscheidung kommen kann: Unser 4:1-Sieg hat Bestand.”
Auch Klubchef Oliver Kahn zeigte sich entspannt: “Wir sind nicht überrascht, dass der SC Freiburg Einspruch eingelegt hat. Die Angelegenheit liegt nun in den Händen der Sportgerichtsbarkeit, der wir voll vertrauen.”
Freiburger Erfolgsaussichten sind überschaubar
Auch wenn ein Fehler von Bayerns Teammanagerin Kathleen Krüger für die irreguläre Überzahl der Münchner gesorgt hatte, sind die Erfolgsaussichten der Freiburger sehr überschaubar. Grund: Die Bayern tragen nicht die (Haupt)Schuld für den Fauxpas. DFB-Schiedsrichter-Beobachter Knut Kircher äußerte sich gegenüber “Spox” und “Goal” wie folgt dazu: “Normalerweise hätte er oder jemand aus seinem Team sich vor der Spielfortsetzung vergewissern müssen, dass die Anzahl der Spieler stimmt. Das hat er nicht gemacht und somit ist es ein Fehler des Schiedsrichters. Für die Auswechselvorgänge sei “nicht der FC Bayern zuständig”, betonte der 58-Jährige.
Wie geht es nun weiter?
Wie der Pay-TV-Sender “Sky” berichtet wird der Deutsche Fußballbund nun alle Beteiligten befragen: “Das Sportgericht wird sich nun an den FC Bayern wenden, der hat dann zwei bis drei Tage Zeit, dazu Stellung zu nehmen”, erklärte DFL-Experte Alexander Bonengel.
Zudem werden die Aussagen des Schiri-Teams aufgenommen. Bonengel rechnet damit, dass es noch in dieser Woche zu einer Entscheidung kommen könnte, spätestens Anfang nächster Woche. Entscheidend dabei sei jedoch, ob es bei einem “Einzelrichterurteil” bleibt oder ob es zu “Verhandlungen mit Augenzeugen” kommt.

