Die Verantwortlichen beim FC Bayern wollten durch gezielte Spielerverpflichtungen den Konkurrenzkampf beim deutschen Rekordmeister neu entfachen. Mit Blick auf den bisherigen Verlauf der Saison scheint dieser Plan aufzugehen. Aktuellen Medienberichten zufolge wird das Kader-Management für Julian Nagelsmann jedoch zu einer echten Herausforderung.
“Es wird den Moment geben, an dem einige Spieler unzufrieden werden und darauf stelle ich mich ein”, erklärte Julian Nagelsmann vor nicht Mal einer Woche, als er auf den großen Konkurrenzkampf beim FC Bayern angesprochen wurde.
Wie “SPORT1” berichtet, ist dieser Moment bereits gekommen. Nach Informationen des TV-Senders “sind mehrere Spieler unzufrieden mit ihren Rollen”. Demnach drängen diese “intern auf mehr Spielzeit”.
Konkrete Namen wurden nicht genannt. Es gibt jedoch einige Kandidaten. DFB-Star Serge Gnabry saß zuletzt drei Mal in Folge auf der Ersatzbank. Auch Jamal Musiala, der einen furiosen Saisonstart hingelegt hat, muss sich nach seiner Verletzungspause erneut an der erste Elf ran kämpfen. Neuzugang Noussair Mazraoui, der nach seiner Verpflichtung als neuer Stamm-Rechtsverteidiger gehandelt wurde, spielt bisher überhaupt keine Rolle unter Nagelsmann.
Mit Leon Goretzka hat zudem de erste FCB-Profi bereits leise Ansprüche öffentlich formuliert. Der 27-Jährige erklärte nach dem CL-Spiel gegen Inter, dass er “ab jetzt” wieder bereit wäre von Anfang an zu spielen nach seiner wochenlangen Verletzung. Der Mittelfeldspieler musste sich zuletzt mit Kurzeinsätzen zufrieden geben.
Nagelsmann muss (besser) kommunizieren
Mit Blick auf die Aussagen von Nagelsmann ist aber klar: Niemand an der Isar ist überrascht, wenn (gestandene) Nationalspieler unzufrieden mit einer Reservistenrolle sind. Laut “SPORT1” sind die Verantwortlichen in München noch relativ entspannt. Nagelsmann & Co. haben zuletzt immer wieder betont, dass die Saison lang wird und jeder ausreichend Einsatzzeiten erhält.
Dennoch: Nagelsmann wird vor allem im WM-Jahr besonders großen Wert darauf legen müssen, seine personellen Entscheidungen FCB-intern sauber und transparent zu kommunizieren. Wie “SPORT1” erfahren haben will, gab es bereits in seiner ersten Saison als Bayern-Trainer diesbezüglich Kritik aus der Mannschaft.

