Neuer vor dem CL-Rückspiel gegen Real: „Die Mannschaft brennt!“

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Manuel Neuer hat vor dem entscheidenden Champions-League-Duell gegen Real Madrid eindringlich vor zu viel Euphorie gewarnt – und gleichzeitig die Marschroute für den FC Bayern klar vorgegeben. Trotz des 2:1-Erfolgs im Hinspiel sieht der Kapitän den deutschen Rekordmeister noch lange nicht im Halbfinale.


„Der Vorteil liegt darin, dass wir das Hinspiel gewonnen haben. Es ist aber nur ein Tor, es kann in alle Richtungen gehen“, stellte Neuer auf der Abschluss-Pressekonferenz unmissverständlich klar. Der 40-Jährige weiß aus eigener Erfahrung, wie gefährlich Real Madrid gerade in der Königsklasse ist: „Wir können das nicht überbewerten, weil wir in der Vergangenheit erlebt haben, wie Real zuschlagen kann.“

Allianz Arena als entscheidender Faktor

Dennoch blickt der Bayern-Keeper optimistisch auf das Rückspiel – vor allem wegen der besonderen Atmosphäre in München. „Wir haben den Vorteil, dass die Kulisse zu Hause brennt an solchen Abenden wie morgen“, betonte Neuer. Für ihn ist klar: Wenn Mannschaft und Fans gemeinsam auftreten, kann das den Unterschied ausmachen.

Gleichzeitig hob der Routinier die mentale Verfassung des Teams hervor: „Wir sind selbstbewusst. Die Mannschaft brennt!“ Ein Satz, der zeigt, wie fokussiert die Münchner in die Partie gehen – trotz aller Warnungen vor dem Gegner.

Kein Fokus auf Einzelspieler

Vinicius Junior, Kylian Mbappe
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Interessant: Auf die Stars von Real Madrid angesprochen, bleibt Neuer bewusst sachlich. Weder Vinícius Jr. noch Kylian Mbappé stehen für ihn im Mittelpunkt. „Es geht nicht um die Namen, es geht um ein wichtiges Champions-League-Spiel für uns“, erklärte er.

Stattdessen setzt der Kapitän auf die mannschaftliche Geschlossenheit: „Wenn wir als Mannschaft funktionieren, bin ich sehr positiv, dass wir ins Halbfinale einziehen können.“ Eine klare Botschaft – und gleichzeitig ein Hinweis darauf, worauf es gegen die individuell hochklassig besetzten Madrilenen ankommen wird.

Auch ein Elfmeterschießen im Kopf

Selbst ein mögliches Elfmeterschießen hat Neuer bereits im Blick. Der Weltmeister von 2014 verwies dabei auf seine Erfahrungen aus der Vergangenheit: „Man muss als Torwart ein eigenes Gefühl entwickeln, was in den Köpfen des Gegenübers stattfindet.“

Auffällig ist auch Neuers Herangehensweise abseits des Platzes. Der Keeper versucht, sich bewusst von äußeren Einflüssen abzuschirmen: „Die vergangene Woche war ich nicht so krass in Social Media unterwegs.“ Stattdessen liegt der Fokus voll auf der Vorbereitung.

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