Neuer Name aufgetaucht! Bayern hat nächsten England-Star auf der Liste

Vjekoslav Keskic
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Der FC Bayern treibt seine Kaderplanung für den kommenden Sommer im Hintergrund weiter voran und hat dabei offenbar auch einen alten Bekannten aus der Bundesliga ins Visier genommen.


Die Scouts des FC Bayern scheinen derzeit vor allem in der englischen Premier League aktiv zu sein. Neben Anthony Gordon von Newcastle United soll der FCB einen weiteren Angreifer von der Insel auf dem Radar haben.

Wie die englische Zeitung The Independent berichtet, beschäftigen sich die Münchner mit Brian Brobbey vom AFC Sunderland. Der Niederländer könnte beim Rekordmeister eine Rolle als Backup für Harry Kane einnehmen.

Die Ausgangslage ist klar: Mit dem wahrscheinlichen Abschied von Leihstürmer Nicolas Jackson entsteht im Angriff eine Lücke hinter Kane. Der Senegalesen wird aller Voraussicht nach nicht über den Sommer hinaus in München bleiben. Damit sind die Bayern gezwungen, sich auf dem Transfermarkt nach einer neuen Alternative umzusehen.

Brobbey als Kane-Backup – passt das Profil?

Brobbey ist kein Unbekannter. Der 24-Jährige spielte bereits für RB Leipzig und machte sich vor allem durch seine Physis und Durchsetzungsfähigkeit einen Namen. Seine Wucht im Strafraum und seine Dynamik machen ihn grundsätzlich zu einem interessanten Profil für die Bundesliga.

Doch genau hier beginnt das erste Fragezeichen: Der Angreifer wäre klar als Backup hinter Kane eingeplant. Und genau für diese Rolle stellt sich die Frage, ob Brobbey die richtige – und vor allem wirtschaftlich sinnvolle – Lösung ist.

Denn laut Bericht müssten die Bayern rund 50 Millionen Euro für den Stürmer auf den Tisch legen. Eine Summe, die im aktuellen Transfermarkt zwar nicht ungewöhnlich ist, aber für einen Ergänzungsspieler eine klare Ansage darstellt.

Brian Brobbey
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Form und Preis sprechen gegen einen Deal

Hinzu kommt die sportliche Entwicklung des Niederländers. Brobbey wechselte erst vor der Saison für etwas mehr als 20 Millionen Euro von Ajax Amsterdam nach Sunderland, konnte dort bislang aber nicht nachhaltig überzeugen. In 25 Premier-League-Spielen stehen lediglich sechs Tore und eine Vorlage zu Buche – keine Werte, die zwingend für einen Topklub wie den FC Bayern sprechen.

Gerade mit Blick auf die hohen Ansprüche an der Säbener Straße wirkt ein möglicher Transfer daher riskant. Die Bayern brauchen hinter Kane eine verlässliche Option, die im Zweifel sofort liefern kann – und nicht erst aufgebaut werden muss.

Bayern dürfte andere Lösungen bevorzugen

Vor diesem Hintergrund erscheint es eher unwahrscheinlich, dass der FC Bayern tatsächlich ernst macht bei Brobbey. Vielmehr spricht vieles dafür, dass die Münchner den Markt weiter sondieren und nach einer kosteneffizienteren Lösung suchen.

Denkbar wären Modelle wie eine Leihe mit Kaufoption – ähnlich wie zuletzt bei Nicolas Jackson – oder ein jüngerer Perspektivspieler, der sich hinter Kane entwickeln kann.

Klar ist zudem: Die Bayern haben auch auf anderen Positionen Bedarf, unter anderem auf den Flügelpositionen, wo Gordon als absoluter Wunschspieler gilt. Der Engländer kostet jedoch knapp 60 Millionen Euro.

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