Manuel Neuer stand nach dem spektakulären 4:3-Erfolg des FC Bayern gegen Real Madrid im Mittelpunkt – und das aus zwei Gründen. Zum einen zeigte der Kapitän einmal mehr starke Paraden, zum anderen leistete er sich gleich zu Beginn einen folgenschweren Fehler. Was folgte, war jedoch typisch für den 40-Jährigen: maximale Selbstkritik und klare Worte.
Schon nach wenigen Sekunden unterlief Neuer ein folgenschwerer Fehlpass, der direkt zum frühen Rückstand durch Arda Güler führte. Nach dem Spiel zeigte sich der Routinier wie gewohnt sehr selbstkritisch: „Ich wollte eigentlich zu Stani spielen nach außen, aber ich treffe ihn überhaupt nicht gut“, erklärte er die Szene im Gespräch mit DAZN – und wurde noch deutlicher: „Das war einfach ein Schweineball von mir.“
Doch entscheidend war nicht der Patzer – sondern die Reaktion der Mannschaft. Und genau hier sah Neuer den größten Fortschritt im Vergleich zu früheren Spielzeiten. „Ich glaube, dass wir trotzdem an unserem Spiel festgehalten haben“, betonte der Bayern-Kapitän. Trotz des frühen Schocks ließ sich der Rekordmeister nicht aus der Ruhe bringen, sondern blieb seiner Linie treu.

„Haben verdient gewonnen!“
Gerade in den engen Phasen rund um den Strafraum habe man bewusst auf Kontrolle gesetzt: „Wir haben auch versucht, gerade um die Box herum ballsicher zu sein, da auch wenig Ballverluste zu haben und einfach auf unsere Chance auch zu warten.“
Diese Geduld zahlte sich aus. Die Bayern kämpften sich zurück, erzielten spät den Ausgleich und drehten die Partie schließlich komplett. Für Neuer war klar: „Und das haben wir dann sehr spät geschafft, muss man ja sagen, mit dem 3:3 und mit dem 4:3 dann.“
Am Ende zog der Keeper ein klares Fazit: „Trotzdem haben wir verdient gewonnen!“
Der dramatische Abend in der Allianz Arena war damit nicht nur ein weiterer großer Champions-League-Moment – sondern auch ein klares Signal: Diese Bayern-Mannschaft ist gewachsen und bereit, in Europa ganz nach oben zu greifen.

