Der FC Bayern München schaltete am Mittwochabend Real Madrid aus der Champions League aus. Und das nach einer extrem wilden ersten Halbzeit. In der Pause war Trainer Vincent Kompany dann auch als Psychologe gefordert und lieferte.
Es war eine erste Halbzeit, wie sie der FC Bayern eigentlich nicht erleben wollte. Schon nach 35 Sekunden wurde Real Madrid zum 0:1 eingeladen, auch sonst war der Rekordmeister ungewohnt fahrig. Leichte Ballverluste, technische Fehler und ein wenig Frust machten sich breit.
Mit 2:3 ging es in die Kabine. Bayern zeigte zwar Moral, aber spielte ein Spiel, das in der Gesamtheit deutlich eher Real Madrid entgegenkam.
Kompany-Ansprache in der Kabine enthüllt
In der zweiten Halbzeit trat Bayern ruhiger, besonnener auf. Real Madrid hatte seine Möglichkeiten, aber der offene Schlagabtausch wich einer kontrollierteren Vorstellung. Einen Anteil daran hatte offenbar auch Vincent Kompany mit seiner Ansprache in der Halbzeit. Wie die BILD nun enthüllte, war der Belgier gar nicht besonders laut oder sauer, im Gegenteil. Er trat ruhig und besonnen auf, gab somit die Richtung für den zweiten Spielabschnitt vor.

Nach dem Spiel teilte Mittelfeldstar Aleksandar Pavlovic mit: „Er hat gesagt, wir sollen alles hereinhauen und auf die Konter aufpassen, weil Real damit extrem gefährlich ist. Er hat gesagt, wir sollen unser Spiel mit Ball machen, weil damit die Tore früher oder später kommen würden.“ Und das hat sich dann auch bewahrheitet. Die Absicherung der Konter war im zweiten Durchgang deutlich besser als in der ersten Halbzeit.
Kompany, der in der Vergangenheit durchaus auch einmal laut werden konnte, hat es also geschafft, mit einer ruhigen Ansprache ein wenig den Druck zu lösen und die Hektik aus den Köpfen zu bekommen. Die richtige Ansprache zur richtigen Zeit ist heutzutage Gold wert. Zudem sagte Kompany trotz des Rückstands zur Halbzeit, dass man noch komplett im Spiel sei, es dank des Hinspiels erst Remis stehen würde. Ein psychologischer Trick, der wirkte! Auf Ansprachen wie diese wird Bayern in Paris in zwei Wochen allerdings verzichten müssen, hier ist der Belgier im Hinspiel gelbgesperrt.

