“Clever war es nicht”: Effenberg kritisiert Bayern nach Wirbel um Kane-Elfer

Sebastian Mittag
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Der verschossene Elfmeter von Harry Kane gegen Wolfsburg sorgt weiter für Diskussionen. Stefan Effenberg sieht die Schuld allerdings nicht nur beim Gegner.

Der Elfmeter-Aufreger beim Bundesliga-Spiel des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg beschäftigt weiterhin die Fußball-Welt. Nachdem Wolfsburg-Profi Jeanuel Belocian kurz vor dem Strafstoß von Harry Kane den Elfmeterpunkt mit den Stollen bearbeitet hatte, setzte der sonst so sichere Engländer den Ball deutlich neben das Tor.


Für Stefan Effenberg lag die Verantwortung allerdings nicht allein beim Wolfsburger Verteidiger. Der ehemalige Bayern-Kapitän übte im “Doppelpass” bei SPORT1 vielmehr auch Kritik an den Münchnern selbst.

„Clever war es nicht von den Bayern“, erklärte Effenberg. „Normalerweise stellst du immer ein oder zwei Spieler dorthin, um den Elfmeterpunkt zu schützen. Oder der Spieler selber, der antritt, checkt und kontrolliert nochmal alles.“

Effenberg: „Selber schuld“

Damit schlug Effenberg in eine ähnliche Kerbe wie zuvor bereits Vincent Kompany. Auch der Bayern-Trainer hatte nach der Partie angedeutet, dass seine Mannschaft die Situation besser hätte absichern müssen.

„Ich glaube, wenn es am Mittwoch gegen Paris passiert wäre, hätten wir zwei, drei Spieler am Elfmeterpunkt gehabt“, sagte Kompany bei Sky.

Der Belgier zeigte gleichzeitig Verständnis für die Aktion von Belocian, da Wolfsburg im Abstiegskampf um jeden Punkt kämpft.

Deutlich kritischer hatte sich dagegen Tom Bischof geäußert. Der Bayern-Profi sprach nach dem Spiel von fehlendem Fairplay.

Effenberg wollte die Szene insgesamt jedoch nicht dramatisieren. „Ich würde jetzt nicht sagen, grob unsportlich, es war unsportlich, aber mei … selber schuld“, meinte der 56-Jährige.

Auch Funkel zeigt Verständnis

Unterstützung bekam Effenberg im Doppelpass auch von Friedhelm Funkel. Der erfahrene Trainer erklärte: „Ich finde, das ist clever.“

Harry Kane
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Zwar räumte Funkel ebenfalls ein, dass die Aktion „natürlich mit einem Hang zur Unsportlichkeit“ verbunden gewesen sei, gleichzeitig erinnerte er daran, dass solche Tricks im Fußball nicht neu seien.

„Ich kann mich daran erinnern, dass ich das früher auch schon mal gemacht habe“, sagte der 71-Jährige mit einem Schmunzeln.

Der verschossene Kane-Elfmeter änderte letztlich nichts am Bayern-Sieg gegen Wolfsburg – Gesprächsstoff liefert die Szene allerdings weiterhin reichlich.

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