Der FC Bayern arbeitet bereits intensiv am Kader für die kommende Saison – und nach den ersten feststehenden Abgängen könnten noch weitere Spieler die Säbener Straße verlassen. Intern scheint die Marschroute klar definiert zu sein.
Mit Leon Goretzka, Raphael Guerreiro und Leihspieler Nicolas Jackson stehen bereits drei Abschiede fest. Das Trio wird am Samstag vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln offiziell verabschiedet.
Doch damit dürften die personellen Veränderungen beim Rekordmeister noch längst nicht beendet sein.
Wie SPORT1-Reporter Stefan Kumberger im Podcast Die Bayern-Woche berichtet, stehen vor allem drei weitere Namen intern auf der Verkaufsliste: Alexander Nübel, Joao Palhinha und Sacha Boey.
Bayern will finanziellen Spielraum schaffen
Der Hintergrund ist vor allem wirtschaftlicher Natur. „Der Auftrag ist klar: Die Bayern wollen finanziellen Spielraum gewinnen und Platz für neue Spieler schaffen“, erklärte Kumberger.
Gerade der Aufsichtsrat soll dabei großen Wert darauf legen, das Gehaltsgefüge weiter zu entschlacken und gleichzeitig Transferbudget für gezielte Verstärkungen freizumachen.
Vor allem Sportvorstand Max Eberl steht dabei unter Beobachtung. Nach interner Kritik an hohen Gehaltsstrukturen und kostspieligen Kaderideen soll der 52-Jährige nun beweisen, dass er sportliche Qualität und wirtschaftliche Vernunft miteinander verbinden kann.
Schwierige Ausgangslage bei Palhinha und Boey

Ein Problem für die Bayern: Die drei Verkaufskandidaten verfügen allesamt noch über langfristige und lukrative Verträge.
Besonders kompliziert gestaltet sich laut SPORT1 aktuell die Situation bei Sacha Boey. Der französische Rechtsverteidiger war erst für rund 30 Millionen Euro von Galatasaray verpflichtet worden, konnte sich in München bislang aber nie durchsetzen.
Jetzt hoffen die Bayern offenbar auf neue Interessenten. Das bisherige Angebot aus Istanbul soll jedoch weit unter den Vorstellungen des Rekordmeisters liegen. „Die von den Türken gebotenen fünf Millionen sind natürlich deutlich zu wenig“, so Kumberger.
Auch Joao Palhinha spielt unter Vincent Kompany sportlich kaum noch eine Rolle. Der Portugiese galt ursprünglich als Wunschtransfer für das defensive Mittelfeld, konnte die Erwartungen bislang jedoch nicht erfüllen.
Nübel-Abschied wohl nur noch Formsache
Am klarsten scheint die Lage bei Alexander Nübel zu sein. Durch die bevorstehende Vertragsverlängerung von Manuel Neuer und die starke Entwicklung von Jonas Urbig deutet praktisch alles auf einen dauerhaften Abschied des 29-Jährigen hin.
Hinzu kommt laut SPORT1 ein angespanntes Verhältnis zwischen Neuer und Nübel. Intern soll man mit der aktuellen Torhüter-Konstellation um Neuer, Urbig, Sven Ulreich und Leonard Prescott sehr zufrieden sein.
Klar ist damit: Beim FC Bayern wird im Sommer nicht nur über neue Transfers gesprochen – auch auf der Abgangsseite dürfte sich noch einiges bewegen.

