Der Einfluss Saudi-Arabiens auf den internationalen Transfermarkt bleibt ein großes Thema – und offenbar stehen dabei weiterhin auch Spieler des FC Bayern im Fokus.
Wie Sky berichtet, war Saudi-Pro-League-Direktor Michael Emenalo zuletzt zu Besuch an der Säbener Straße. Der frühere Chelsea-Funktionär pflegt seit Jahren ein enges Verhältnis zu Bayern-Sportvorstand Max Eberl.
Brisant dabei: Mit Alphonso Davies und Minjae Kim sollen zwei Bayern-Stars weiterhin ganz oben auf der Wunschliste der Saudi Pro League stehen, wie die tz erfahren haben will.
Das Interesse an beiden Spielern ist keineswegs neu. Vor allem Minjae Kim wurde bereits im vergangenen Sommer intensiv von mehreren saudischen Klubs umworben. Neben Al-Nassr sollen damals auch Al-Hilal, Al-Ittihad und Al-Qadisiyah Interesse am Innenverteidiger gezeigt haben.
Auch Alphonso Davies gilt in Saudi-Arabien seit Jahren als hochattraktiver Spieler. Der Kanadier vereint genau jene Eigenschaften, die in der Saudi Pro League besonders gefragt sind: internationales Profil, Geschwindigkeit, Marktwert und weltweite Strahlkraft.
Bayern plant eigentlich mit beiden Spielern

Ein konkreter Abschied ist aktuell allerdings nicht geplant. Vincent Kompany soll intern weiterhin auf Davies und Kim setzen. Gerade Davies gilt trotz seiner wiederkehrenden Verletzungen weiterhin als wichtiger Bestandteil der Bayern-Zukunft. Auch Kim besitzt trotz der anhaltenden Spekulationen intern weiterhin einen hohen Stellenwert.
Dennoch zeigt der Besuch von Emenalo, dass Saudi-Arabien den europäischen Markt weiterhin sehr genau beobachtet.
Interessant dabei: Zuletzt kursierten Meldungen, wonach Saudi-Arabien seine milliardenschweren Investitionen im Sport zurückfahren wolle. Doch laut einer hochrangigen saudischen Quelle, die mit der tz sprach, bleibt Fußball weiterhin ein zentraler Bestandteil der „Vision 2030“. „Die Vereine werden wie bisher unterstützt – nur gibt es nun einen klaren Prozess dafür“, heißt es.
Neues System soll Liga nachhaltiger machen
Im Mittelpunkt steht dabei das neue Fördermodell „PACE“ – das „Player Acquisition Centre of Excellence“. Die Saudi Pro League will Transfers künftig deutlich strukturierter und nachhaltiger steuern. Anstatt wahllos Milliarden auszugeben, sollen wirtschaftliche Leistung, Zuschauerzahlen und sportlicher Erfolg künftig stärker berücksichtigt werden.
Die Liga verfolgt damit das Ziel, langfristig unabhängiger von staatlicher Dauerfinanzierung zu werden und gleichzeitig international konkurrenzfähig zu bleiben.
Gerade deshalb bleiben Topspieler des FC Bayern für Saudi-Arabien extrem interessant. Davies und Kim würden das internationale Profil der Liga sofort stärken.
Hinzu kommt: Beide Spieler verfügen über enorme Vermarktungspotenziale. Während Davies weltweit zu den bekanntesten Außenverteidigern zählt, genießt Kim besonders im asiatischen Markt eine enorme Popularität.
Bayern dürfte nur bei Mega-Angeboten nachdenken
Trotzdem scheint aktuell wenig darauf hinzudeuten, dass die Münchner freiwillig einen ihrer Stars ziehen lassen würden. Vor allem nach dem Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain will Bayern den Kader eher verstärken als schwächen.
Klar ist dennoch: Sollte Saudi-Arabien bei einem Bayern-Star tatsächlich ernst machen, könnten Summen aufgerufen werden, die selbst an der Säbener Straße für Diskussionen sorgen würden.

