Trotz eines guten Transfersommers im vergangenen Jahr und einer sportlich zufriedenstellenden Saison ist die Vertragsverlängerung von Bayern-Sportvorstand Max Eberl keinesfalls ein Selbstläufer. Jetzt hat sich auch Uli Hoeneß zur Thematik geäußert.
Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich im Spiegel-Spitzengespräch zur Zukunft von Sportvorstand Max Eberl geäußert. Zwar stellte er ihm ein positives Zeugnis aus, vermied jedoch ein klares Bekenntnis für die Zeit nach dessen Vertragsende 2027.
Seine Einschätzung formulierte er bewusst offen – und mit einer bemerkenswerten Gewichtung: Es gebe eine Tendenz “60:40 für eine Verlängerung”, stellte Hoeneß klar. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Entscheidung längst nicht gefallen ist, denn “da sind noch Zweifel.” Die Personalie Eberl wird somit in den kommenden Wochen und Monaten weiter ein zentrales Thema an der Säbener Straße bleiben.
Ab dem Sommer rückt die Zukunftsfrage zwangsläufig stärker in den Fokus – nicht zuletzt, weil vertraglich erst ab dem 1. Juli Gespräche über eine Verlängerung geführt werden können. Eberl selbst hatte zuletzt keinen Zweifel daran gelassen, dass er sich eine langfristige Perspektive in München vorstellen kann: “Es war am Anfang nicht einfach. Jetzt haben wir aber sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht“, hatte der Sportvorstand kürzlich erklärt.
Entscheidung im August – Hoeneß hält sich zurück
Außerdem formulierte Eberl seine Haltung klar und leistungsbezogen: “Man soll meinen Job bewerten. Und wenn sie meinen Job gut finden, dann bin ich auch bereit, länger bei Bayern zu bleiben.”
Auch wenn Hoeneß Eberl als einen Manager sieht, “der hier einen großen Anteil an unserem Erfolg dieser Saison hat”, will er sich inhaltlich nicht weiter festlegen. “Ich möchte jetzt nicht in Details gehen, das überlasse ich dann unserer Diskussion im Aufsichtsrat”, so der Ehrenpräsident.
In der Aufsichtsratssitzung im August dürfte die Personalie auf die Tagesordnung kommen – mit einer Grundsatzfrage, die weit über eine reine Vertragsverlängerung hinausgeht. Dann müsse entschieden werden, “ob Max Eberl der Manager ist, der den FC Bayern in die Zukunft führen soll.”

