Während zahlreiche aktuelle Bayern-Profis bei der Weltmeisterschaft 2026 im Fokus stehen, hat auch ein ehemaliges Münchner Talent für Schlagzeilen gesorgt. Nestory Irankunda erwischte mit Australien einen perfekten Turnierstart und könnte damit auch beim FC Bayern wieder zum Thema werden.
Die Weltmeisterschaft bietet traditionell die größte Bühne des Weltfußballs. Für viele Spieler ist sie die ideale Gelegenheit, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren und den eigenen Marktwert zu steigern.
Genau diese Chance nutzt aktuell Nestory Irankunda.
Der ehemalige Bayern-Spieler führte Australien mit seinem Treffer zu einem wichtigen 2:0-Erfolg gegen die Türkei und sorgte damit gleich zum Turnierstart für Aufmerksamkeit.
Im ersten Gruppenspiel der Socceroos stand der 20-Jährige direkt in der Startformation und rechtfertigte das Vertrauen seines Trainers eindrucksvoll.
Beim Stand von 0:0 schaltete Australien nach einer Balleroberung schnell um. Irankunda sprintete in die Tiefe und vollendete den Konter eiskalt zur Führung. Das Tor ebnete letztlich den Weg zum wichtigen Auftaktsieg gegen die Türkei.
Für den Offensivspieler war es die perfekte Bewerbung auf der größten Fußballbühne der Welt.
Der Weg führte über München nach England
Irankunda wechselte im Sommer 2024 von Adelaide United zum FC Bayern. Die Münchner hatten sich früh die Dienste des australischen Top-Talents gesichert und große Hoffnungen in dessen Entwicklung gesetzt.
Nach einer ersten Eingewöhnungsphase folgte zunächst eine Leihe zu den Grasshoppers Zürich, um Spielpraxis auf europäischem Niveau zu sammeln. Im Anschluss entschieden sich die Bayern jedoch für einen Verkauf an den englischen Klub FC Watford. Rund drei Millionen Euro flossen damals nach München.
In England entwickelte sich der Flügelspieler zuletzt positiv. Neun direkte Torbeteiligungen in seiner ersten Saison zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist.
Besonders interessant aus Münchner Sicht: Der FC Bayern hat sich beim Verkauf eine Rückkaufoption gesichert. Wie damals berichtet wurde, können die Bayern Irankunda für eine festgelegte Summe von rund 4,5 bis 5 Millionen Euro zurückholen.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen erscheint diese Klausel zunehmend attraktiv.
Wird Irankunda zum Bayern-Thema?

Ob die Münchner tatsächlich eine Rückkehr des Australiers in Betracht ziehen, ist aktuell offen.
Klar ist jedoch: Sollte Irankunda seine Leistungen bei der Weltmeisterschaft bestätigen, dürfte sein Marktwert deutlich steigen.
Genau deshalb könnte die Rückkaufoption für Bayern besonders interessant werden. Selbst wenn der Offensivspieler langfristig keine Perspektive im Profikader hätte, könnten die Münchner von einer Rückholaktion wirtschaftlich profitieren.
Dieses Modell haben zahlreiche Topklubs in den vergangenen Jahren erfolgreich genutzt. Spieler werden zurückgekauft und anschließend mit Gewinn weiterverkauft. Schon jetzt liegt der Marktwert von Irankunda bei acht Millionen Euro.
WM könnte Marktwert explodieren lassen
Für Irankunda selbst steht momentan allerdings ausschließlich die Weltmeisterschaft im Fokus.
Der Auftakt gegen die Türkei hat gezeigt, welches Potenzial der Australier besitzt. Mit seiner Schnelligkeit, Dynamik und Abschlussstärke bringt er genau jene Eigenschaften mit, die auf internationalem Niveau gefragt sind.
Sollte Australien im Turnierverlauf für weitere Überraschungen sorgen und Irankunda erneut glänzen, könnte der ehemalige Bayern-Spieler zu den großen Gewinnern dieser WM gehören.
Und dann dürfte auch an der Säbener Straße genau beobachtet werden, ob die günstige Rückkaufoption möglicherweise doch noch einmal zum Thema wird.

