Thomas Müller hat vor dem WM-Auftakt Portugals einen Vergleich gewählt, mit dem wohl niemand gerechnet hat. Der MagentaTV-Experte stellte Superstar Cristiano Ronaldo auf eine Stufe mit Bayern-Youngster Lennart Karl – und lieferte die Erklärung gleich mit.
Als Experte begleitet Müller die WM 2026 für MagentaTV. Auf einer Dachterrasse in New York sprach der Weltmeister von 2014 mit Moderatorin Laura Wontorra über Ronaldos Rolle in der portugiesischen Auswahl. Dabei zog der Ur-Bayer die bemerkenswerte Parallele.
„Die anderen müssen liefern. Das ist so ein bisschen meine Herangehensweise. Also Cristiano ist der Lennart Karl der Portugiesen“, sagte Müller. Ein Vergleich, der zunächst kaum zusammenpasst: Ronaldo prägt den Weltfußball seit über zwei Jahrzehnten, der 18-jährige Karl steht erst am Anfang seiner Nationalmannschaftskarriere.
Müller sieht Ronaldo nicht mehr als Unterschiedsspieler
Müller ging es jedoch um etwas anderes. Nach seiner Lesart muss weder Ronaldo noch Karl die alleinige Hauptverantwortung für den Erfolg seiner Mannschaft schultern. Beide könnten ihre Stärken einbringen, ohne dass alles allein von ihnen abhängt.
„Cristiano ist der Abschlussspieler. Er ist nicht der Unterschiedsspieler“, erklärte Müller. Portugal setze weiterhin bewusst auf die Qualitäten seines Superstars, verfüge inzwischen aber über genug Klasse, um nicht ausschließlich von ihm abhängig zu sein. „Das portugiesische Spiel steht und fällt nicht mit Cristiano Ronaldo“, so der frühere Münchner.

Beeindruckt zeigte sich der Ex-Nationalspieler vor allem von der Tiefe des portugiesischen Kaders. Bruno Fernandes, Bernardo Silva, Vitinha und João Neves hob Müller ausdrücklich hervor. Die beiden PSG-Profis Vitinha und Neves sieht er aktuell auf absolutem Top-Niveau.
„Wenn du das Mittelfeld anschaust, dann wird man excited. Da will ich zuschauen, da will ich eigentlich mit dabei sein“, schwärmte Müller. Auch Außenverteidiger Nuno Mendes zählt für ihn derzeit zu den weltbesten Spielern auf seiner Position. Portugal gehört für Müller deshalb zu den Mannschaften, die bei der WM sehr weit kommen können.

