Patzer gegen Ecuador? Neuer sieht keinen Fehler bei sich selbst

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Deutschland verliert das bedeutungslose WM-Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2 – und beim zweiten Gegentor steht Manuel Neuer unglücklich da. Doch der Bayern-Keeper widerspricht der Patzer-Debatte deutlich und erklärt ausführlich, warum er sich keinen Fehler zuschreibt.

In East Rutherford endete die Partie für das deutsche Team zwar ohne sportliche Folgen, das Gruppenspiel hatte keine Bedeutung mehr. Diskussionen löste nach dem Abpfiff dennoch eine Szene aus: Nach einer Ecke verlängert Rodríguez die Kugel per Kopf, Neuer will den Ball greifen, doch Plata hält den Fuß rein. Der Schlussmann bekommt die Kugel nicht zu fassen – und sie landet im Tor.


Ein Torwartfehler also? Der 40-Jährige sieht das ganz anders. „Ne!“, lautet seine knappe Antwort auf die entsprechende Frage. Der Weltmeister von 2014 holt anschließend weiter aus.

Neuer erklärt Szene im Detail

„Weil das eine ganz normale Kopfballverlängerung ist und ich dann versuche, den Ball zu fangen. Also eine ganz normale Situation. Jeder Torwart, der schon mal gespielt hat, der weiß, dass ich mich so zu dem Ball hinstellen und den versuchen muss, auch so zu fangen“, sagt Neuer.

Zur Erklärung zieht der Bayern-Kapitän einen Vergleich zu Feldspielern heran: „Das ist wie, wenn ein Spieler zum Ball geht und der eine, der kommt halt mit der Fußspitze vor dem anderen dran. Und ich schaue natürlich auf die Verlängerung, auf das, was da vorne passiert. Der kann ihn überall hin verlängern, und dementsprechend orientiere ich mich natürlich gerade an dieser Verlängerung und schaue auf den Ball, versuche, den einfach zu fangen. Ich sehe ihn natürlich von hinten ja auch gar nicht. Ich muss auf das schauen, was vor mir passiert, wo der Ball ist und was mit dem Ball passiert.“

Manuel Neuer
Foto: IMAFO

Für Neuer gab es in der Situation nur eine vertretbare Lösung – und die heißt fangen. „Und deshalb wollte ich ihn einfach nur fangen. Das wäre auch die sicherste Lösung gewesen. Wenn ich anfange, im Fünfer auf Höhe der Brustwarze die Bälle herumzupatschen, dann wäre es möglicherweise ein Eigentor gewesen. Also, auf gar keinen Fall.“

Rückendeckung erhält Neuer von seinem Bayern-Kollegen Jonathan Tah, der die Szene ähnlich bewertet. „Ich glaube, dass man keinem einen Vorwurf machen kann“, betont der 30-Jährige. Trotz der Niederlage bleibt die Partie für das deutsche Team folgenlos – sportlich stand für die DFB-Auswahl nichts mehr auf dem Spiel.

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